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Populäre Mythen über Erektile Dysfunktion

Zusammenfassung: Die Impotenz, auch erektile Dysfunktion ist ein schwieriges und wichtiges Thema fürs starke Geschlecht. Als Impotenz kann jeder Zustand betrachtet werden, bei dem der Penis während des Geschlechtsaktes nicht hart ist und die Erektion nicht erreicht werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Warum gibt es Mythen rund um ED?

Es gibt viele Ursachen für erektile Dysfunktion, die den psychologischen und organischen Ursachen zugeordnet werden. Und da das Thema äußerst heikel ist, bilden sich mehrere Mythen über die Impotenz. Was ist also die Wahrheit und was ist ein Mythos über Erektionsstörung? Wir werden versuchen, populäre Mythen unter den Männern hinsichtlich der Impotenz zu zerstreuen.

Mythos 1. Erektionsprobleme mit 45 sind ein normaler Zustand

Tatsächlich nimmt die Wahrnehmungsschwelle mit dem Alter ab. Die Impotenz tritt jedoch nicht auf. Möglicherweise benötigen Sie mehr Stimulation, sollten sich jedoch auf keinen Fall mit der Tatsache anzufreunden beginnen, dass Sie Potenzschwäche haben. Darüber hinaus gibt es heute viele Methoden, um dieses Problem zu beheben.

Mythos 2. Normalerweise kann der Mann die Erektion immer erreichen, wenn er will

Nur in der Pubertät ist dies möglich, und in Zukunft wird immer mehr Stimulation benötigt, um keine Potenzprobleme zu haben.

Mythos 3. Impotenz tritt bei Jugendlichen selten auf

Leider kann die erektile Dysfunktion bei jedem Mann auftreten, unabhängig vom Alter. Häufig tritt die psychologische Impotenz bei Männern ab 30 Jahren auf. Es ist verbunden mit Problemen in den Beziehungen, am Arbeitsplatz und in der Familie.

Mythos 4. Die Entwicklung von Impotenz ist mit dem Tragen von engen Unterhosen verbunden

Die enge Unterhose kann die Blutgefäße, die die Genitalien versorgen, abklemmen und zur Impotenz führen.

Mythos 5. Bei Impotenz sollte der Mann die Medikamente lebenslang einnehmen

Erstens, es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Impotenz zu behandeln. Zweitens, die Erektionsstörung verschwindet häufig während der Behandlung der Hauptursache unabhängig oder gleichzeitig mit der Beseitigung der zugrunde liegenden Erkrankung.

Mythos 6. Alkohol erhöht das sexuelle Verlangen

Der Alkohol in kleinen Dosen entspannt und wirkt als ein Stimulans. Es lohnt sich jedoch zu bedenken, dass Alkohol die Gehirnfunktion beeinflusst, wo ein Nervenimpuls gebildet wird, um eine Erektion zu erreichen. Wird die Gehirntätigkeit reduziert, führt dies zur Reduzierung des sexuellen Verlangens.

Mythos 7. Impotenz beeinträchtigt die Männergesunheit nicht

Viele Menschen glauben, dass die Impotenz ein ernstes psychologisches Problem für einen Mann ist und der Gesundheit nicht schadet. Dies ist aber nicht so. Die Impotenz kann ein Anzeichen für eine schwere und gefährliche Pathologie sein, wie Atherosklerose, Diabetes, Prostataadenom und sogar Onkologie.


Arteriosklerose als Ursache für Impotenz

Zusammenfassung: Arteriosklerose ist die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung in den westlichen Ländern. Doch nicht nur das Hert leidet darunter, sondern auch die Potenz. Welcher Zusammengang zwischen Arteriosklerose und Erektionsproblemen besteht, erfahren Sie im folgenden Artikel.

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Was versteht man unter Arteriosklerose?

Arteriosklerose bezeichnet eine chronische Gefäßerkrankung, die auch als Arterienverkalkung bekannt ist und in deren Verlauf es zur fortschreitenden Verhärtung und Verengung der Arterien kommt. Arterien (Schlagadern) sind Blutgefäße, die sauerstoffreiches Blut vom Herzen in die Organe, Gewebe und Muskeln transportieren und den Blutdruck konstant halten. Eine Arteriosklerose kann daher zu einem ernsten Gesundheitsrisiko werden: Durch Störungen im Blutfluss, die durch die Erkrankung verursacht werden, kann die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt oder im schlimmsten Fall ganz unterbrochen werden. Je nachdem, wo das passiert, kann zum Beispiel ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder eine Lungenembolie drohen. Arteriosklerose ist zudem eine Ursache für Erektionsprobleme und Impotenz.

So entsteht Arteriosklerose

Grund für die Gefäßverengung sind Ablagerungen in der Gefäßwand, sogenannte “Plaques”, die das Gefäßvolumen einengen und die Elastizität stark beeinträchtigen. Sie bilden sich in einem komplexen Prozess schrittweise aus Bindegewebe, Blutgerinnseln, Blutfett (Cholesterin) und Kalzium. Daher wird die Arteriosklerose umgangssprachlich auch oft als Arterienverkalkung bezeichnet.

Wo kann Arteriosklerose auftreten und welche Symptome hat die Erkrankung?

Arteriosklerose kann sich generell in jedem arteriellen Gefäß entwickeln. Besonders häufig kommt sie jedoch dort vor, wo die Strömung des Blutes gestört ist, wie zum Beispiel an Gefäßverzweigungen. Insbesondere sind dabei Regionen im Hals, am Herzen und in den Beinschlagadern betroffen. Der genaue Ort der Arteriosklerose ist entscheidend für eine mögliche Folgeerkrankung: Bei einer Verengung von hirnversorgenden Halsschlagadern oder Gefäßen im Gehirn wird die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns stark eingeschränkt. Es kommt zu Schwindelgefühlen und Gedächtnisstörungen und im Extremfall zu einem Schlaganfall.

Sind Herzkranzgefäße betroffen, kann es zur koronaren Herzkrankheit (KHK) kommen und infolgedessen ist das Risiko für einen Herzinfarkt stark erhöht. Tritt die Arteriosklerose an den Beinschlagadern auf, wird die Durchblutung in den Waden- und Oberschenkelmuskeln gestört. Es kann zur arteriellen Verschlusskrankheit der Beine kommen, die auch als Raucherbein bekannt ist und starke Muskelschmerzen hervorruft. Ist die Bauchschlagader betroffen, findet häufig eine Erweiterung der Arterie statt und es kommt zum Aortenaneurysma. An dieser Stelle kann die Aorta einreißen, was zu akuten Durchblutungsstörungen führt und ohne zeitnahe Operation tödlich endet.

Wie entsteht Arterienverkalkung?

Die genaue Ursache der Arterienverkalkung und der Entstehungsmechanismus sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Verschiedene Hypothesen liefern jedoch Erklärungsmodelle, die beschreiben, wie es zu den Ablagerungen in der Gefäßwand kommen kann. Es wird angenommen, dass sich durch eine Schädigung der Gefäßinnenwand Flüssigkeit ansammelt und somit die Anlagerung von Kalkpartikeln, Fetten und Zellabfallstoffen aus dem Blut begünstigt wird.

Die sogenannte Lipidtheorie führt diese Schädigung auf das "schlechte Cholesterin” (LDL) zurück, welches Fette aus der Leber zum Gewebe transportiert. Diese können sich in die arterielle Innenwand (Endothelium) einlagern und dort eine Entzündungsreaktion auslösen. Eine Immunantwort bewirkt, dass weiße Blutkörperchen an die betroffene Stelle gebracht werden, um das LDL aufzunehmen. Mit der Zeit entstehen aus den weißen Blutkörperchen sogenannte Schaumzellen, die weitere weiße Blutkörperchen anlocken und die Entzündung fördern. Es kommt zur Entstehung von allmählich wachsenden Plaques, die den Blutfluss zu Beginn noch nicht wesentlich beeinträchtigen.

Diese Entwicklung bildet die erste Phase in der arteriosklerotischen Veränderung und beginnt häufig schon im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt. Sie kann 20 bis 40 Jahre symptomlos andauern.

So kommt es zur Arteriosklerose

Wie entwickelt sich Arteriosklerose?

Plaquebildung: Erste Beschwerden treten auf – Erst in der zweiten Phase der Arteriosklerose treten bei den Betroffenen die ersten Beschwerden auf. Durch die fortschreitende Ablagerung von Fetten und Stoffen aus dem Blut werden die Plaques größer und die Gefäßwand wird immer dicker und härter. Die Arterie wird verengt und der Blutstrom schließlich geringer. Sind dabei Herzkranzgefäße betroffen, ist die Durchblutung des Herzmuskels beeinträchtigt und es kann zu Angina Pectoris kommen, bei der die Patienten unter anfallsartigen Schmerzen oder einem Engegefühl in der Brust leiden. Diese Phase der Arteriosklerose kann jahrelang andauern.

Plaque mit Blutgerinnsel: Gefäßverschlüsse drohen – In der dritten Phase der Arteriosklerose kommt es zu hochgradigen Einengungen oder sogar Verschlüssen der Arterien durch Blutgerinnsel. Die Folgen können Funktionseinschränkungen im dahinterliegenden Gewebe bis hin zu einem Herzinfarkt sein. Neben dem arteriellen Verschluss besteht das Risiko für einen Riss der Gefäßwand, denn die Elastizität der Arterie ist deutlich verringert und die mechanische Belastung stark erhöht. Es kann zur Bildung von Thromben, die wiederum weitere Gefäße verschließen können, oder zu Einblutungen ins umliegende Gewebe kommen. Diese Phase kann wenige Minuten bis einige Tage anhalten und erfordert akuten Handlungsbedarf. Das verschlossene Gefäß muss schnellstmöglich wieder geöffnet werden.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren von Arterienverkalkung?

Obwohl die Ursache der Arteriosklerose noch nicht abschließend geklärt ist, gibt es einige bekannte Risikofaktoren, die eine Erkrankung begünstigen, vom Patienten jedoch weitestgehend beeinflusst werden können:

  • Zigarettenrauch enthält Stoffe, die die Plaquebildung beschleunigen
  • Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut, meist ausgelöst durch fettreiche Ernährung, begünstigt ebenfalls die Plaquebildung
  • Hoher Blutdruck, z.B. ausgelöst durch Bewegungsmangel, belastet die Gefäßinnenwand
  • Ein erhöhter Blutzuckerwert (Diabetes mellitus) führt insbesondere bei mangelnder Behandlung zu Gefäßschädigung
  • Übergewicht
  • Stress

Daneben gibt es weitere Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen, aber nicht beeinflussbar sind. Dazu gehören genetische Veranlagung, Alter oder das männliche Geschlecht. Frauen haben bis zur Menopause durch weibliche Geschlechtshormone (insbesondere Östrogen) ein geringeres Arterioskleroserisiko.

Wie kann Arteriosklerose behandelt werden?

Arteriosklerose lässt sich nur im Frühstadium, wenn erste Fettablagerungen entstanden sind, vollständig heilen. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Erkrankung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Daher sollte man möglichst versuchen, die Ursachen von Anfang an zu kontrollieren und mit präventiven Maßnahmen eine Erkrankung zu verhindern. Ein gesunder Lebensstil ist sowohl zur Prävention, als auch zur erfolgreichen Behandlung die wichtigste Voraussetzung. Regelmäßige Bewegung ist besonders wichtig, denn dadurch wird nachweislich das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Fettarme und ballaststoffreiche Ernährung, sowie gegebenenfalls Gewichtsreduktion sind weitere wirksame Maßnahmen. Besonders wichtig ist zudem der Verzicht auf das Zigarettenrauchen, denn schon geringe Mengen haben eine gefäßverengende Wirkung. Im Fall von bereits vorliegenden Erkrankungen, wie Diabetes oder Bluthochdruck, müssen diese natürlich behandelt und Normwerte erreicht werden.

Medikamentöse Therapien z.B. zur Cholesterinsenkung oder Gerinnungshemmung (Acetylsalicylsäure) sind bei bereits vorliegender Schädigung der Arterien eine wichtige Behandlungsgrundlage. Erst in sehr weit fortgeschrittenen Stadien sind invasive Maßnahmen, z.B. eine Bypassoperation, erforderlich.

Jeder Mensch hat es somit größtenteils selbst in der Hand, das Arterioskleroserisiko durch einen gesunden Lebensstil zu senken und dadurch sein Leben zu verlängern.


Herzinfarkt und Impotenz

Zusammenfassung: Männer, die an Impotenz leiden, machen sich häufig Gedanken um ihren Gesundheitszustand. Berichte über Risiken eines Herzinfarkts durch die medikamentöse Behandlung von Erektionsstörungen verunsichern viele Patienten. Wir erklräen Ihnen, inwieweit Herzinfarkte und Erektionsstörungen zusammenhängen und was zu beachten ist.

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Welche Ursachen haben Herzinfarkte und erektile Dysfunktion?

Sowohl Herzinfarkte als auch Erektionsstörungen betreffen zumeist Männer im fortgeschrittenen Alter. Beim Herzinfarkt handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, bei der ein Blutgefäß, das einen Teil des Herzmuskels mit Blut versorgt (Herzkranzgefäß), plötzlich durch ein Gerinnsel verschlossen wird. Solche Gerinnsel entstehen in der Mehrzahl der Fälle durch Atherosklerose, also Fettablagerungen in den Blutgefäßen, und führen unbehandelt zum Absterben eines Teils des Herzmuskels.

Auch Erektionsstörungen treten oftmals als Folge von Gefäßschädigungen auf. Dadurch wird der Bluteinstrom in den Penis behindert und eine Erektion erschwert. Daneben können Erektionsstörungen aber auch durch andere Ursachen wie Nervenschädigungen oder psychologische Belastungen hervorgerufen werden (hier erfahren Sie mehr).

Erektionsstörungen und Herzprobleme

Können Impotenz und Herzinfarkt gemeinsam betrachtet werden?

Sofern Erektionsstörungen durch ein konkretes Ereignis wie eine Prostata-Operation oder Probleme in der Partnerschaft hervorgerufen werden, kann man sie nicht mit möglichen Herzinfarkten in Verbindung bringen. In solchen Fällen zeigt erektile Dysfunktion demnach auch kein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte an. Bei Erektionsstörungen, die durch alters-, ernährungs- oder lebensstilbedingte Gefäßschädigungen auftreten, existiert jedoch ein Zusammenhang mit Herzinfarkten. Schäden an den Gefäßen treten normalerweise im gesamten Körper gleichmäßig auf. Sind diese Schädigungen ausreichend, um Erektionsstörungen zu erzeugen, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass auch andere Gefäße wie die Herzkranzgefäße betroffen sind.

Ist das Auftreten von Erektionsstörungen ein Vorbote von Herzbeschwerden?

Es existiert eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien, die den Zusammenhang zwischen Gefäßschäden, Herzinfarkt und erektiler Dysfunktion untersucht haben. In der Gesamtschau lässt sich festhalten, dass bei vielen Studien Erektionsstörungen tatsächlich ein Frühwarnsymptom für mögliche Herzinfarkte und andere verwandte Erkrankungen darstellten. Ein sogenanntes kardiovaskuläres Ereignis, wozu auch Herzinfarkte gezählt werden, trat Durchschnitt zwei bis fünf Jahre nach dem ersten Auftreten der erektilen Dysfunktion auf. Erektionsstörungen und Herzinfarkte sollten daher nicht isoliert voneinander betrachtet, sondern vielmehr als zwei Ausprägungen derselben Grunderkrankung, nämlich krankhafte Veränderungen an den Blutgefäßen, angesehen werden. Es muss nochmals darauf hingewiesen werden, dass diese Zusammenhänge nur für Erektionsstörungen gelten, die durch Schäden an den Blutgefäßen hervorgerufen werden.

Hilft die Behandlung von Erektionsstörungen auch gegen das Auftreten von Herzinfarkten?

Die medikamentöse Behandlung von Erektionsstörungen beruht meist auf sogenannten PDE-5-Hemmern wie Viagra, Levitra oder Cialis. Diese Medikamente erweitern die zuführenden Blutgefäße des Penis und sorgen somit für eine bessere Durchblutung wodurch eine Erektion erleichtert wird. Obwohl das Zielmolekül dieser Medikamente, Phosphodiesterase-5, am Herzen in deutlich geringeren Mengen vorkommt, gab es in einigen großen Studien Hinweise auf eine Reduktion des Risikos für Herzinfarkte. Das Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu sterben, konnte durch die Behandlung der erektilen Dysfunktion bei betroffenen Männern sogar um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Eine Behandlung der erektilen Dysfunktion kann also neben der Wiederherstellung eines erfüllten Sexuallebens auch eine schützende Funktion für das Herz-Kreislauf-System haben. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Männer ohne erektile Dysfunktion ebenfalls von der Einnahme von PDE-5-Hemmern profitieren. Die Anwendung von PDE-5-Hemmern sollte immer nur begründet und nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Hilfe bei Erektionsproblemen

Ist die Einnahme von PDE5-Hemmern gefährlich für Patienten mit Herzbeschwerden?

Insbesondere in der Anfangszeit der PDE-5-Hemmer, allen voran Viagra, wurde vor den Gefahren für Männer mit Herzerkrankungen gewarnt. In der Tat sollte die Anwendung und vor allem die Erstverschreibung nur nach einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch erfolgen, in dessen Rahmen alle Vorerkrankungen und sonstigen regelmäßig einzunehmenden Medikamente thematisiert und eingehend besprochen werden. Nur so lässt sich ein Risiko für schwere Nebenwirkungen, beispielsweise durch Wechselwirkung der PDE-5-Hemmer mit anderen Medikamenten, ausschließen. Patienten, die vor kurzem ein schweres kardiovaskuläres Ereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, dürfen PDE-5-Hemmer erst nach einer Übergangszeit und ärztlicher Rücksprache wieder einnehmen. Zudem sollte stets bedacht werden, dass sexuelle Aktivität auch eine körperliche Anstrengung darstellt und somit schon von sich aus eine Belastung für das Herz sein kann. Die Einnahme von PDE-5-Hemmern für sich genommen steigert allerdings nicht das Risiko für Herzinfarkte.

Sollte man beim Auftreten von Erektionsstörungen etwas für seine Herzgesundheit tun?

Männer, bei denen gefäßbedingte Erektionsstörungen auftreten, haben ein bis zu 2,5-fach so hohes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, wie Männer ohne Erektionsstörungen. Abgesehen davon besitzen Männer mit erektiler Dysfunktion mitunter noch zusätzliche Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes mellitus, Tabakkonsum, metabolisches Syndrom, häufiger Stress und einseitige Ernährung. Daher sollte beim Auftreten von Erektionsstörungen mit dem behandelnden Arzt ein Gesamtkonzept zur kardiovaskulären Vorsorge besprochen werden. In der Regel bietet sich regelmäßiges Ausdauertraining, beispielsweise Laufen, Radfahren oder Schwimmen, als vorbeugende Maßnahme an. Zudem sollte auf ausgewogene Ernährung mit geringen Anteilen an gesättigten Fettsäuren geachtet werden. Alle Maßnahmen sollten jedoch individuell zusammen mit einem Arzt ausgearbeitet werden, um Vorerkrankungen und dem persönlichen Leistungsniveau adäquat Rechnung zu tragen.

Was ist zu tun, wenn ein Herzinfarkt auftritt?

Männer, die bei sich typische Symptome eines Herzinfarkts wie Engegefühl in der Brust, Schmerzen im Brustbereich und im linken Arm, Übelkeit, Atemnot oder Todesangst verspüren, sollten sofort den Rettungsdienst oder einen Arzt alarmieren. Je früher eine ärztliche Behandlung des Herzinfarkts erfolgt, desto geringer ist das Risiko für mögliche Spätfolgen. Falls PDE-5-Hemmer oder andere Potenzmittel eingenommen werden, muss dem Arzt bzw. den Rettungskräften unbedingt mitgeteilt werden, wann die letzte Einnahme erfolgt ist. Dies ist äußerst wichtig, da die Standardmedikamente, die bei einem Herzinfarkt gegeben werden, mit vielen Potenzmitteln wie beispielsweise PDE-5-Hemmern wechselwirken und im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichem Kreislaufversagen führen können. Bei vorangegangener Einnahme von Potenzmitteln wird der Arzt auf andere, kompatible Medikamente zurückgreifen. Außerdem sollten Patienten, die kürzlich Potenzmittel eingenommen haben, bei Verdacht auf Herzinfarkt niemals ohne ärztliche Rücksprache Nitrate oder ähnliche Medikamente einnehmen, da diese ebenfalls zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps führen kann.


Was ist eine Dauererektion?

Zusammenfassung: Priapismus ist eine über mehrere Stunden anhaltende Dauererektion. Diese kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern neben irreparablen Gesundheitsschäden als Folgen, auch lebensbedrohlich werden. Obwohl eine Dauererektion recht selten vorkommt, ist das Wissen darum wichtig, da Priapismus als Nebenwirkung bei bekannten Potenzmitteln wie Viagra gelistet ist.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition & Arten
  2. Ursachen einer Dauererektion
  3. Diagnose eines Priapismus
  4. Therapie einer Dauererektion

Definition & Arten

Der Begriff Priapismus ist aus dem Griechischen abgeleitet und beschreibt eine Dauererektion des Penis, die mit starken Schmerzen einhergeht. Eine dauerhafte Erektion zeichnet sich durch eine mindestens zwei Stunden anhaltende Gliedsteife, die nicht durch sexuelle Reize entstanden ist bzw. Aufrecht erhalten wird. Bei einem Priapismus wird zwischen zwei Arten unterschieden, die sich als sogenannte Low-Flow und High-Flow Priapismus darstellen.

Entstehung einer Dauererektion

Low Flow Priapismus

Bei dem Low-Flow Priapismus handelt es sich um die am meisten vorkommende Dauererektionsart. Sie ist in der Regel sehr schmerzhaft und wird ebenso als ischämische, venoocclusive oder Stase Dauererektion bezeichnet. In dieser Form des Priapismus kommt es zu einer Blockierung des Blutabflusses aus dem Penis beziehungsweise den Schwellkörpern. Durch den gestauten Blutdruck verändert sich die Blutqualität, indem ein Anstieg von Kohlenmonoxid erfolgt, während gleichzeitig eine Senkung von Sauerstoff im Blut und der pH-Wert herbeigeführt wird.

In der Folge erfolgt eine starke Verhärtung des Penis, welche starke Schmerzen vor allem bei Berührungskontakt führt. Zusätzlich bildet sich eine bläuliche Verfärbung der Eichel. Diese beiden Symptome sind als typische Anzeichen für einen Low-Flow Priapismus zu werten. Eine abgeschwächte Form des Low-Flow Priapismus zeigt sich in der sogenannten intermittierenden Art. Dabei kommt es in gewissen Abständen zu einer Penisversteifung, ohne das sexuelle Reize vorausgingen. Die Erektion dauert meist maximal vier Stunden an. Bei manchen Männern wiederholt sich der intermittierende Priapismus in stündlichen Abständen, der sich aber ebenso über mehre Wochen erstrecken kann.

High-Flow-Priapismus

Ein High-Flow Priapismus kommt nur selten vor und unterscheidet sich vor allem in einer geringeren Schmerzhaftigkeit von dem Low-Flow Priapismus. In Fachkreisen wird diese Art der Dauererektion arterieller Priapismus genannt.

Anstelle von Venenblut, das sich in der Low-Flow Art in den Schwellkörpern sammelt, wird bei der High-Flow Art arterielles Blut in die Schwellkörper gepumpt. Dies wirkt sich zwar auf den Zustand einer Dauererektion nahezu gleich aus, wie bei dem Low-Flow Priapismus, aber die Symptomatik ist unterschiedlich. Dies ist daraus bedingt, weil das venöse Blut abfließen kann und aus diesem Grund es zu keiner Vermehrung von Kohlenmonoxid oder einer Veränderung des pH-Wertes und des Sauerstoffgehaltes kommt. In der Folge zeigen sich weniger Schmerzen, der Penis weist eine geringere Härte auf und die Eichel verfärbt sich nicht.

Soforthilfe bei Priapismus

Ursachen einer Dauererektion

Je nach Priapismus Art können unterschiedliche Ursachen für eine Dauererektion vorliegen. In vielen Fällen kann eine Ursache nicht eindeutig festgemacht werden, weshalb folgende Ursachengründe nur Beispiele aufzählen, welche durch die Ursachenforschung bekannt sind. Mögliche Ursachen für Low-Flow Priapismus:

  • Störung von venösem Blutfluss, meist durch Erkrankung ausgelöst, wie beispielsweise Diabetes
  • Bluterkrankungen wie Leukämie oder Sichelzellenanämie
  • Neurologische Erkrankungen, wie unter anderem Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen
  • Entzündungen im urologischen Bereich
  • Übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum insbesondere von Marihuana und Kokain
  • Medikamenteneinnahmen von beispielsweise Potenzmitteln (PDE-5-Hemmer), Antidepressiva oder Alphablocker
  • SKAT, wobei es sich um eine Autoinjektionstherapie der Schwellkörper handelt

Für einen intermittierenden Priapismus ist vor allem bei jungen Männern eine Sichelzellenanämie als Ursache für diese Dauererektionsart bekannt. Mögliche Ursachen für einen High-Flow Priapismus sind Verletzungen oder nach Operationen im Damm- und Genitalbereich oder SKAT (Schwellkörper-Autoinjektionstherapie).

Diagnose eines Priapismus

Zu Beginn einer jeden Diagnosestellung wird vom behandelnden Arzt eine Krankenanamnese aufgenommen, um die Art des Priapismus feststellen zu können. In erster Instanz werden die Patienten-Informationen über Erektionsdauer, Beginn, Erektionshäufigkeit sowie Zeitabstände zwischen den Dauererektionen eingeholt (Mehr Informationen zur Entstehung einer Erektion hier). Zudem sind für die Diagnosestellung eventuelle akute Erkrankungen sowie Verletzungen und ein möglicher Alkoholmissbrauch oder Drogenkonsum von Marihuana und Kokain von großer Bedeutung. Ebenfalls ist die Erfassung von Medikamenteneinnahmen notwendig, die gegebenenfalls zuvor eingenommen wurden.

Im Anschluss erfolgen die medizinische Ansicht sowie die Untersuchung des Penis, die sich auf den Schmerzfaktor und die Eichelfarbe sowie die Penissteife bezieht. In der nächsten Instanz wird dem Patienten venöses Blut aus den Schwellkörpern abgenommen und ein Blutbild erstellt. Schon beim Blick auf die Blutfarbe kann ein Unterschied ausgemacht werden. Bei einem Low-Flow Priapismus ist das Blut dunkelrot, während es hellrot bei einem High-Flow Priapismus erscheint.

Beim Blutbild liegt die Konzentration vor allem auf dem pH-Wert sowie den Sauerstoff- und Kohlenmonoxidgehalten. Weichen die Werte deutlich von den Normalwerten ab, gilt die Diagnose "Low-Flow" Priapismus fast als bestätigt. Bewegen sich die Werte im Normalbereich, ist von einer High-Flow Dauererektion auszugehen.

Zur definitiven Diagnosesicherstellung führen Ärzte meist zusätzlich eine Farbduplex-Sonografie mittels eines speziellen Ultraschallgerätes durch. Diese Untersuchung dient zur Kontrolle des arteriellen sowie venösen Blutdurchflusses. Bei dem Low-Flow Priapismus bewegen sich die Durchflusswerte in Richtung Null-Linie.

Therapie einer Dauererektion

Während sich die Unterart intermittierender Priapismus meist eigenständig zurückbildet, bedarf es bei dem Low-Flow Priapismus einer sofortigen ärztlichen Vorstellung. Der Grund liegt daran, dass der reguläre Low-Flow Priapismus ohne schnelles medizinisches Eingreifen gravierende gesundheitliche sowie langfristig anhaltende Schäden hervorrufen kann. Dazu gehört zum Beispiel eine erektilen Dysfunktion oder massive Gewebeschädigungen und starke Blutungen, die schlimmstenfalls zum Tode führen können.

Behandlungsmöglichkeiten einer Dauererektion

Bei einer Behandlung der Low-Flow Dauererektion ist das gestaute, sauerstoffarme Blut so schnell wie möglich aus den Schwellkörpern zu entfernen. Dabei stehen drei Behandlungsmehroden zur Auswahl.

Injektion zur Zusammenziehung der glatten Muskulatur

Dabei wird ein Medikament in die Schwellkörper gespritzt, welches dafür sorgt, dass sich die glatte Muskulatur zusammenzieht. Als Medikamente werden hier meist Adrenalin, Etilefin oder Phenylephrin angewendet. In der Regel hat eine Injektion mehrfach hintereinander zu erfolgen, um eine effektive Wirksamkeit zu erreichen. Durch das Zusammenziehen der glatten Muskulatur wird die venöse Blutflussblockade gelöst und das gestaute Blut kann wieder abfließen.

Schwellkörper punktieren

Eine direkte Abhilfe einer Dauererektion kann das Punktieren der Schwellkörper schaffen. Dabei wird eine Kanüle eingelegt und damit das sauerstoffarme, gestaute Blut herausgezogen werden. In den meisten Fällen erfolgt im Anschluss eine Spülung mit einer Heparin-Kochsalz-Lösung. Verringert sich nun der Druck in den Schwellkörpern, kann sich die glatte Muskulatur wieder zusammenziehen und der Blutfluss wird wieder reguliert.

Operative Behandlung

Sollte keine der beiden anderen Behandlungsmethoden Erfolg bringen, wird ein operativer Eingriff notwendig. Hier wird zwischen die Penisarterie sowie der Vene ein sogenannter Shunt eingesetzt. Der Shunt dient als durchgehende Verbindung, so dass angestautes Blut entweder durch die Eichel oder über den Penisschaft abfließen kann.

Ein Shunt ist nur eine Übergangslösung, denn dieser wächst in der Regel mit der Zeit zu. Durch einen Shunt besteht ein erhöhtes Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken. Bei intermittierendem sowie High-Flow Priapismus findet meist keine spezielle Behandlung Anwendung. Allerdings ist es dienlich, mögliche Ursachen zu erkennen, um gegebenenfalls Dauererektionen vorzubeugen.

Sollten diese Arten einer Dauererektion als störend empfunden werden, kann eine sogenannte Embolisation als Behandlungsmethode erfolgen. Es wird dabei ein Verschluss der beschädigten Blutgefäße vorgenommen. Ebenfalls erhöht sich hier das Risiko einer erektilen Dysfunktion.


Video: Ablauf der Erektion

 

Zusammenfassung: Die Erektion ist ein komplexer Vorgang, eine Ineinanderreihung mehrerer einzelner Abläufe – und demensprechend Anfällig für Störungen. In diesem Video wird der Ablauf einer Erektion erklärt und dem Zuschauer näher gebracht, dass Erektionsprobleme Ursachen haben, Ursachen, die man im besten Fall erfolgreich behandeln kann.

Allgemein sagt man ja häufig, Männer seien einfach gestrickt, vor allem wenn es um das Thema Sex und Erotik geht. Die Erektion widerspricht dem, denn sie ist ein komplexer Vorgang, der an vielen Stellen gestört werden kann. Über die Ursachen und Risiken können Sie hier (Ursachen von Erektionsstörungen) mehr erfahren. Das Video wird Ihnen helfen zu verstehen, warum es wichtig ist die genauen Ursachen der Potenzstörungen zu erfahren und ein Gefühl für die Komplexität des Vorgangs zu haben.


Übersicht der Potenzmittel

Es gibt viele rezeptfreie Potenzmittel auf dem Markt und leicht verliert man(n) den Überblick dabei. Zur besseren Übersicht haben wir für Sie eine Tabelle der wichtigsten Potenzmittel zusammengestellt. Dabei sind Viagra, Cialis, Cialis once a Day, Levitra, Levitra als Schmelztablette und Spedra. Die Tabelle ist bewusst sehr einfach gehalten, aber für einen schnellen Überblick ist sie trotzdem sehr hilfreich!

Von der Reaktionszeit über die Wirkdauer bis hin zu Vor- und Nachteilen sowie den Nebenwirkungen können Sie schnell und präzise Informationen zu den bekanntesten Potenzmitteln erhalten und bekommen Hilfe bei der erfolgreichen Behandlung von Impotenz und erektiler Dysfunktion.

Die wichtigsten Potenzmittel in der Übersicht


Was tun wenn die Erektion nicht weggeht?

Männer die unter Erektionsproblemen leiden haben eine große Hoffnung – einen steifen, eregierten Penis beim Sex zu haben. Immer häufiger erhalten wir jedoch E-Mails zum Thema „Hilfe mein Penis bleibt steif!“.

Dieses Phenomen tritt immer öfter auf. Ein häufiger Grund dafür ist die Mehreinnahme von Potenzmittel und es sei noch mal darauf hingewiesen, dass die Dosierungsangaben bei der Einnahme von Potenzmitteln unbedingt eingehalten werden müssen. Bitte beachten Sie, dass es je nach Potenzmittel, bis zu einer Stunde dauern kann bis sich die gewünschte Wirkung einstellt. Sie sollten also nicht nach 10 Minuten gleich noch eine Tablette nehmen!

Wie erkennen Sie eine normale Wirkung nach dem Sex? Nach dem Geschlechtsverkehr sollte der Penis gleich wieder schlaff werden. Das es nach kurzer Zeit direkt nochmal zu einer Erektion (steifem Glied) kommen kann, ist dabei durchaus normal. Der Penis sollte aber direkt nach dem Orgasmus auf jeden Fall erstmal wieder schlaff werden. Ist dies nicht der Fall und der Penis bleibt steif, auch über mehrere Minuten hinweg, ohne dass eine sexuelle Stimulation stattfindet, liegt eine Dauererektion (Priapismus) vor. Dieser Zustand kann gefährlich werden, da der Penis sich nach einer gewissen Zeit verfärbt und auch absterben kann. Es kann auch zu einer Beschädigungen des Schwellkörpers und damit zu Missbildungen kommen.

Was können Sie als Sofortmaßnahme machen? Als erstes sollten Sie sofort kaltes Wasser über den Penis laufen lassen, evt. auch vorsichtig mit Eis kühlen. Eine komplett kalte Dusche kann ebenso helfen, weil dadurch das Blut abgekühlt wird und die Erektion im Normalfall zurückgeht. Sollte das nicht helfen, greifen Sie bitte sofort zum Telefon und rufen den Notarzt. Das ist sicherlich nicht angenehm, aber medizinisch unumgänglich.


Risikofaktoren für Erektionsprobleme

Die folgenden Risikofaktoren können das Auftreten von Erektionsstörungen begünstigen:

  • Diabetes mellitus
  • Koronare Herzkrankheit/Angina pectoris
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Atherosklerose
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Schlafapnoe
  • Alkoholmissbrauch
  • Drogenkonsum

Des Weiteren können diverse Medikamente als Ursache für Erektionsprobleme in Betracht, u.a.:

  • Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck: β-Blocker, Diuretika, ACE-Hemmer
  • Digitoxin
  • Lipidsenker
  • Antidepressiva
  • Neuroleptika (z.B. bei Schizophrenie)
  • Mittel gegen Prostatahyperplasie und Blasenschwäche
  • Schmerzmittel

Erektionsprobleme als Warnung

Erektionsprobleme treten häufig zusammen mit anderen Krankheiten auf. In den letzten 10 Jahren haben entsprechende Untersuchungen gezeigt, dass ein Erektionsverlust nicht nur eine Spätfolge von anderen Krankheiten sein kann, sondern oft auch als erstes Symptom dieser Erkrankungen auftreten.

  • Bei fast 70% aller Männer ist die ED ein erstes Anzeichen einer koronaren Herzerkrankung. Bei jüngeren Männern (40 – 50 Jahre) ist dieser Zusammenhang besonders stark zu beobachten.
  • Die Erektionsprobleme treten oft 2 – 3 Jahre vor anderen Symptomen (z.B. Brustschmerzen, besonders bei körperlicher oder seelischer Belastung) und bis zu 5 Jahre vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Wenn Sie diese Zeit für eine konsequente Senkung der Risikofaktoren genutzt wird, dann kann das Fortschreiten der Herzerkrankung verlangsamt oder sogar gestoppt werden.
  • Bei rund 40% der Männer mit Erektionsstörungen, bei denen eine Durchblutungsstörung des Penis diagnostiziert wird, wird auch eine Verengung der Herzkranzgefäße entdeckt.
  • Bei 10 bis 15% der Männer mit anhaltenden Erektionsstörungen wird ein bis dahin unerkannter Diabetes Typ 2 oder eine Vorstufe davon (erhöhter Nüchtern-Blutzucker) festgestellt.
  • Die erektile Dysfunktion kann viele Ursachen und Begleiterkrankungen haben. Für fast alle diese Krankheiten können die Erektionsprobleme ein erstes Symptom sein. Das gilt vor allem für häufig vorkommende Krankheiten wie beispiels­weise Bluthochdruck, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Hormonstörungen, Fettstoffwechselstörungen und Schlafapnoe.

Wenn Sie anhaltende Erektionsstörungen haben, kann dies ein erstes Anzeichen einer gefährlichen Krankheit sein. Da man eine Krankheit umso erfolgreicher behandeln kann, je früher sie erkannt wird, kann eine frühzeitige Klärung der Ursachen von Potenzproblemen wesentlich zum Erhalt der Gesundheit und Lebensqualität beitragen. Eine Erektionsstörung ist immer ein Zeichen dafür, dass irgendetwas nicht stimmt, sei es körperlich oder psychisch. Sie sollten daher auf jeden Fall etwas tun! Der erste Schritt ist der Besuch beim Arzt Ihres Vertrauens. Falls der Arzt allerdings nur ein Medikament wie Cialis, Levitra oder Viagra verschreibt, dann sollten Sie sich einen anderen Arzt suchen.


Das Arztgespräch bei Erektionsstörungen

Der Gang zum Arzt ist der erste Schritt, um Erektionsstörungen oder Impotenz erfolgreich zu behandeln. Jedoch ist für viele Männer dieses Gespräch alles andere als einfach und deshalb sollten Sie sich darauf vorbereiten. Doch welche Fragen kommen auf Sie zu? Wir bieten Ihnen einen Selbsttest in Form eines Fragebogens an. Dort beantworten Sie folgende Fragen:

  • Wie zuversichtlich sind Sie, bei sexueller Erregung eine Erektion zu bekommen?
  • Wie häufig ist Ihre Erektion hart genug für eine Penetration?
  • Wie häufig konnten Sie nach der Penetration die Erektion beim Geschlechtsverkehr aufrecht erhalten?
  • Konnten Sie die Erektion bis zum Ende des Geschlechtsverkehrs aufrecht erhalten?
  • Wie oft würden Sie den Geschlechtsverkehr mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner als befriedigend einstufen?

Den ersten Schritt zur Behandlung Ihrer Erektionsstörungen muss von Ihnen kommen: Sprechen Sie mit einem Arzt über Ihre erektile Dysfunktion!

Betroffenen Männern fällt es natürlich schwer, mit einem Fremden, uns sei es der Arzt, über ein solch intimes, oft peinliches Thema zu sprechen. Im Vorhinein können Sie sich Informationen zur erektilen Dysfunktion auch über andere Quellen, z. B. das Internet, eingeholen. Sie werden im Internet, z.B. bei Erektionsverlust.com auch viele nützliche Informationen finden: Doch selbst die beste Internetseite kann den Besuch beim Arzt nicht ersetzen.

Es ist klar, dass dieses Gespräch Ihnen schwer fällt, und doch ist es wichtig, dass Sie Ihre Ängste überwinden und offen mit Ihrem Arzt über Ihre Erektionsstörungen reden. Er wird Ihr Problem auf jeden Fall ernst nehmen und zusammen mit Ihnen entscheiden, welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist. Ihr Arzt hat entsprechende Erfahrungen mit der Behandlung von erektiler Dysfunktion. Und denken Sie daran, Sie sind mit Ihrem Problem nicht allein.

Da jedoch Erektionsstörungen auch ein Hinweis auf andere schwere Erkrankungen seinkönnen , ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig untersuchen lassen.