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Was ist eine Dauererektion?

Zusammenfassung: Priapismus ist eine über mehrere Stunden anhaltende Dauererektion. Diese kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern neben irreparablen Gesundheitsschäden als Folgen, auch lebensbedrohlich werden. Obwohl eine Dauererektion recht selten vorkommt, ist das Wissen darum wichtig, da Priapismus als Nebenwirkung bei bekannten Potenzmitteln wie Viagra gelistet ist.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition & Arten
  2. Ursachen einer Dauererektion
  3. Diagnose eines Priapismus
  4. Therapie einer Dauererektion

Definition & Arten

Der Begriff Priapismus ist aus dem Griechischen abgeleitet und beschreibt eine Dauererektion des Penis, die mit starken Schmerzen einhergeht. Eine dauerhafte Erektion zeichnet sich durch eine mindestens zwei Stunden anhaltende Gliedsteife, die nicht durch sexuelle Reize entstanden ist bzw. Aufrecht erhalten wird. Bei einem Priapismus wird zwischen zwei Arten unterschieden, die sich als sogenannte Low-Flow und High-Flow Priapismus darstellen.

Entstehung einer Dauererektion

Low Flow Priapismus

Bei dem Low-Flow Priapismus handelt es sich um die am meisten vorkommende Dauererektionsart. Sie ist in der Regel sehr schmerzhaft und wird ebenso als ischämische, venoocclusive oder Stase Dauererektion bezeichnet. In dieser Form des Priapismus kommt es zu einer Blockierung des Blutabflusses aus dem Penis beziehungsweise den Schwellkörpern. Durch den gestauten Blutdruck verändert sich die Blutqualität, indem ein Anstieg von Kohlenmonoxid erfolgt, während gleichzeitig eine Senkung von Sauerstoff im Blut und der pH-Wert herbeigeführt wird.

In der Folge erfolgt eine starke Verhärtung des Penis, welche starke Schmerzen vor allem bei Berührungskontakt führt. Zusätzlich bildet sich eine bläuliche Verfärbung der Eichel. Diese beiden Symptome sind als typische Anzeichen für einen Low-Flow Priapismus zu werten. Eine abgeschwächte Form des Low-Flow Priapismus zeigt sich in der sogenannten intermittierenden Art. Dabei kommt es in gewissen Abständen zu einer Penisversteifung, ohne das sexuelle Reize vorausgingen. Die Erektion dauert meist maximal vier Stunden an. Bei manchen Männern wiederholt sich der intermittierende Priapismus in stündlichen Abständen, der sich aber ebenso über mehre Wochen erstrecken kann.

High-Flow-Priapismus

Ein High-Flow Priapismus kommt nur selten vor und unterscheidet sich vor allem in einer geringeren Schmerzhaftigkeit von dem Low-Flow Priapismus. In Fachkreisen wird diese Art der Dauererektion arterieller Priapismus genannt.

Anstelle von Venenblut, das sich in der Low-Flow Art in den Schwellkörpern sammelt, wird bei der High-Flow Art arterielles Blut in die Schwellkörper gepumpt. Dies wirkt sich zwar auf den Zustand einer Dauererektion nahezu gleich aus, wie bei dem Low-Flow Priapismus, aber die Symptomatik ist unterschiedlich. Dies ist daraus bedingt, weil das venöse Blut abfließen kann und aus diesem Grund es zu keiner Vermehrung von Kohlenmonoxid oder einer Veränderung des pH-Wertes und des Sauerstoffgehaltes kommt. In der Folge zeigen sich weniger Schmerzen, der Penis weist eine geringere Härte auf und die Eichel verfärbt sich nicht.

Soforthilfe bei Priapismus

Ursachen einer Dauererektion

Je nach Priapismus Art können unterschiedliche Ursachen für eine Dauererektion vorliegen. In vielen Fällen kann eine Ursache nicht eindeutig festgemacht werden, weshalb folgende Ursachengründe nur Beispiele aufzählen, welche durch die Ursachenforschung bekannt sind. Mögliche Ursachen für Low-Flow Priapismus:

  • Störung von venösem Blutfluss, meist durch Erkrankung ausgelöst, wie beispielsweise Diabetes
  • Bluterkrankungen wie Leukämie oder Sichelzellenanämie
  • Neurologische Erkrankungen, wie unter anderem Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen
  • Entzündungen im urologischen Bereich
  • Übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum insbesondere von Marihuana und Kokain
  • Medikamenteneinnahmen von beispielsweise Potenzmitteln (PDE-5-Hemmer), Antidepressiva oder Alphablocker
  • SKAT, wobei es sich um eine Autoinjektionstherapie der Schwellkörper handelt

Für einen intermittierenden Priapismus ist vor allem bei jungen Männern eine Sichelzellenanämie als Ursache für diese Dauererektionsart bekannt. Mögliche Ursachen für einen High-Flow Priapismus sind Verletzungen oder nach Operationen im Damm- und Genitalbereich oder SKAT (Schwellkörper-Autoinjektionstherapie).

Diagnose eines Priapismus

Zu Beginn einer jeden Diagnosestellung wird vom behandelnden Arzt eine Krankenanamnese aufgenommen, um die Art des Priapismus feststellen zu können. In erster Instanz werden die Patienten-Informationen über Erektionsdauer, Beginn, Erektionshäufigkeit sowie Zeitabstände zwischen den Dauererektionen eingeholt (Mehr Informationen zur Entstehung einer Erektion hier). Zudem sind für die Diagnosestellung eventuelle akute Erkrankungen sowie Verletzungen und ein möglicher Alkoholmissbrauch oder Drogenkonsum von Marihuana und Kokain von großer Bedeutung. Ebenfalls ist die Erfassung von Medikamenteneinnahmen notwendig, die gegebenenfalls zuvor eingenommen wurden.

Im Anschluss erfolgen die medizinische Ansicht sowie die Untersuchung des Penis, die sich auf den Schmerzfaktor und die Eichelfarbe sowie die Penissteife bezieht. In der nächsten Instanz wird dem Patienten venöses Blut aus den Schwellkörpern abgenommen und ein Blutbild erstellt. Schon beim Blick auf die Blutfarbe kann ein Unterschied ausgemacht werden. Bei einem Low-Flow Priapismus ist das Blut dunkelrot, während es hellrot bei einem High-Flow Priapismus erscheint.

Beim Blutbild liegt die Konzentration vor allem auf dem pH-Wert sowie den Sauerstoff- und Kohlenmonoxidgehalten. Weichen die Werte deutlich von den Normalwerten ab, gilt die Diagnose "Low-Flow" Priapismus fast als bestätigt. Bewegen sich die Werte im Normalbereich, ist von einer High-Flow Dauererektion auszugehen.

Zur definitiven Diagnosesicherstellung führen Ärzte meist zusätzlich eine Farbduplex-Sonografie mittels eines speziellen Ultraschallgerätes durch. Diese Untersuchung dient zur Kontrolle des arteriellen sowie venösen Blutdurchflusses. Bei dem Low-Flow Priapismus bewegen sich die Durchflusswerte in Richtung Null-Linie.

Therapie einer Dauererektion

Während sich die Unterart intermittierender Priapismus meist eigenständig zurückbildet, bedarf es bei dem Low-Flow Priapismus einer sofortigen ärztlichen Vorstellung. Der Grund liegt daran, dass der reguläre Low-Flow Priapismus ohne schnelles medizinisches Eingreifen gravierende gesundheitliche sowie langfristig anhaltende Schäden hervorrufen kann. Dazu gehört zum Beispiel eine erektilen Dysfunktion oder massive Gewebeschädigungen und starke Blutungen, die schlimmstenfalls zum Tode führen können.

Behandlungsmöglichkeiten einer Dauererektion

Bei einer Behandlung der Low-Flow Dauererektion ist das gestaute, sauerstoffarme Blut so schnell wie möglich aus den Schwellkörpern zu entfernen. Dabei stehen drei Behandlungsmehroden zur Auswahl.

Injektion zur Zusammenziehung der glatten Muskulatur

Dabei wird ein Medikament in die Schwellkörper gespritzt, welches dafür sorgt, dass sich die glatte Muskulatur zusammenzieht. Als Medikamente werden hier meist Adrenalin, Etilefin oder Phenylephrin angewendet. In der Regel hat eine Injektion mehrfach hintereinander zu erfolgen, um eine effektive Wirksamkeit zu erreichen. Durch das Zusammenziehen der glatten Muskulatur wird die venöse Blutflussblockade gelöst und das gestaute Blut kann wieder abfließen.

Schwellkörper punktieren

Eine direkte Abhilfe einer Dauererektion kann das Punktieren der Schwellkörper schaffen. Dabei wird eine Kanüle eingelegt und damit das sauerstoffarme, gestaute Blut herausgezogen werden. In den meisten Fällen erfolgt im Anschluss eine Spülung mit einer Heparin-Kochsalz-Lösung. Verringert sich nun der Druck in den Schwellkörpern, kann sich die glatte Muskulatur wieder zusammenziehen und der Blutfluss wird wieder reguliert.

Operative Behandlung

Sollte keine der beiden anderen Behandlungsmethoden Erfolg bringen, wird ein operativer Eingriff notwendig. Hier wird zwischen die Penisarterie sowie der Vene ein sogenannter Shunt eingesetzt. Der Shunt dient als durchgehende Verbindung, so dass angestautes Blut entweder durch die Eichel oder über den Penisschaft abfließen kann.

Ein Shunt ist nur eine Übergangslösung, denn dieser wächst in der Regel mit der Zeit zu. Durch einen Shunt besteht ein erhöhtes Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken. Bei intermittierendem sowie High-Flow Priapismus findet meist keine spezielle Behandlung Anwendung. Allerdings ist es dienlich, mögliche Ursachen zu erkennen, um gegebenenfalls Dauererektionen vorzubeugen.

Sollten diese Arten einer Dauererektion als störend empfunden werden, kann eine sogenannte Embolisation als Behandlungsmethode erfolgen. Es wird dabei ein Verschluss der beschädigten Blutgefäße vorgenommen. Ebenfalls erhöht sich hier das Risiko einer erektilen Dysfunktion.


Wirkung von Viagra

Zusammenfassung: Ohne Zweigel ist Viagra das bekannteste Potenzmittel der Welt. Die effektive und zuverlässige Wirkung der blauen Potenzpille bei Erektionsstörungen hat schon unzähligen Männern geholfen. Im folgenden Artikel erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur medizinischen Wirkung von Viagra.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Wirkung von PDE-5-Hemmern
  2. Der Wirkstoff Sildenafil
  3. Zufällige Entdeckung der Wirkung von Viagra
  4. Wirkung von Viagra im Körper
  5. Psychologische Wirkung von Viagra
  6. Wirkungsdauer im Vergleich zu anderen Potenzmitteln
  7. Einschränkungen und Kontraindikationen von Viagra

Die Wirkung von PDE-5-Hemmern

Viagra fördert die natürlichen Abläufe im Körper, die für die Entstehung einer Erektion verantwortlich sind. Eine Erektion ist das Resultat aus dem Zusammenspiel von Muskeln, Hormonen, Blutbahnen und Gefühlen. Bei einer sexuellen Erregung produziert die Schwellkörpermuskulatur des Penis einen Stoff, der die Muskeln bestimmter arterieller Gefäße entspannt und mehr Blut in den Schwellkörper fließen lässt. Die prall gefüllten kleinen Blutgefäße (Arteriolen) komprimieren die venösen Gefäße des Penis, sodass das Blut nicht so leicht abfließen kann. Die Folge ist ein steifer Penis.

So wirkt Viagra

Für das Aufrechterhalten einer Erektion ist der Botenstoff cGMP verantwortlich. Dieser wird durch das Enzym PDE-5 abgebaut. PDE-5 sorgt bei normaler Erektionsfähigkeit dafür, dass eine Erektion wieder abklingt. Ist das Gleichgewicht aus cGMP und PDE-5 zugunsten von PDE-5 gestört, kommt es zu keiner ausreichend harten oder ausreichend langen Erektion. In Viagra sind PDE-5-Hemmer enthalten. Sie verhindern kurzzeitig den Abbau von cGMP und erhöhen dadurch die Konzentration im Blut, sodass eine Erektion verstärkt wird und über eine längere Zeit hinweg gehalten werden kann. Viagra wirkt nur dann, wenn durch eine sexuelle Stimulation Nervenimpulse ausgelöst werden. Kommen diese im Penis an, lösen sie die Erektion aus. Ohne eine sexuelle Erregung kann es auch mit Hilfe von Viagra zu keiner Erektion kommen.

Der Wirkstoff Sildenafil

Der Wirkstoff in Viagra heißt Sildenafil. Dabei handelt es sich um einen synthetisch hergestellten PDE-5-Hemmer, der gefäßerweiternd wirkt und in die Regulation der Muskulatur der Gefäßwände eingreift. Der Wirkstoff wird zur Behandlung von Erektionsstörungen sowie zur Therapie des Lungenhochdrucks (pulmonal-arterieller Hypertonie) eingesetzt.

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Zufällige Entdeckung der Wirkung von Viagra

Die Wirkung von Viagra wurde durch einen Zufall entdeckt. Ursprünglich wurde Sildenafil gegen koronare Herzerkrankungen entwickelt. Die Studien in diese Richtung blieben jedoch ohne Erfolg. Dafür berichteten einige der Probanden von einer überraschenden Nebenwirkung: einer lang anhaltenden Erektion. Viele Teilnehmer wollten die restlichen Medikamente nach dem Ende der Studie nicht mehr hergeben. Es wurde sogar berichtet, dass Unbekannte in das Labor eindrangen, um sich das Wundermittel zu besorgen. Daraufhin testete der Hersteller Pfizer Sildenafil gegen Erektionsstörungen, mit dem Ergebnis, dass noch während der Studie Hunderte von Dankesbriefen bei dem Pharmaunternehmen eintrafen. Im Jahr 1998 wurde das Medikament schließlich mit dem Markennamen Viagra in Europa und in den USA zugelassen. Seitdem können Männer mit Erektionsstörungen Viagra kaufen. Zur rechtlichen Situation erhalten Sie hier weiterführende Informationen.

Wirkung von Viagra im Körper

Viagra wird überwiegend zur Behandlung von Impotenz (erektiler Dysfunktion) eingesetzt. Durch Viagra wird das Einströmen von Blut in den Penis und somit eine Erektion erleichtert. Das Medikament besitzt keine luststeigernde Wirkung und sorgt selbst nicht für eine Erektion. Nur wenn eine sexuelle Erregung besteht, wird durch Viagra eine Erektion gefördert. Spontane oder unerwünschte Erektionen treten nach der Einnahme nicht auf. Die Wirkung im Körper setzt nach ca. 30-60 Minuten ein und hält rund vier Stunden an.

Psychologische Wirkung von Viagra

Eine Erektionsstörung kann psychologische Ursachen haben. Mit Unterstützung durch Viagra oder ein ähnliches Medikament können betroffene Männer den nächsten Geschlechtsverkehr selbstbewusster angehen und das Potenzmittel nach einer oder mehreren positiven Erfahrungen wieder absetzen. Im Idealfall kann ein betroffener Mann seine Sexualität auf diesem Weg wieder spontan und ohne Unterstützung ausleben. Insbesondere jüngere Männer bekommen wegen psychischer Probleme Viagra verschrieben während bei älteren Männern eher organische Ursachen vorliegen.

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Wirkungsdauer im Vergleich zu anderen Potenzmitteln

Der in Viagra enthaltene Wirkstoff Sildenafil zählt zur Gruppe der PDE-5-Hemmer. Ihr Effekt ist ähnlich, allerdings hält die Wirkung unterschiedlich lange an. Das bedeutet der Zeitraum, in dem unter sexueller Erregung eine Erektion gefördert wird, ist je nach Wirkstoff unterschiedlich. Sildenafil bietet mit vier Stunden Wirkungsdauer den kürzesten Wirkungszeitraum aller erhältlichen PDE-5-Hemmer. Die verwandten Wirkstoffe Tadalafil in Cialis und Vardenafil in Levitra haben längere Wirkzeiträume von bis zu zwölf Stunden (Levitra) bzw. bis zu 36 Stunden (Cialis). Im Volksmund wird Cialis daher auch die „Wochenendpille“ genannt. Der Grund für die unterschiedliche Wirkungsdauer ist die unterschiedliche Halbwertszeit der Wirkstoffe im Körper. Sie werden verschieden schnell abgebaut.

Möchte ein Mann, der eines der Medikamente gegen erektile Dysfunktion nimmt, das Potenzmittel wechseln, er vorher mit einem Arzt Rücksprache halten.

Potenzmittel im Vergleich

Einschränkungen und Kontraindikationen von Viagra

Für manche Männer gehören Sex und Alkohol zusammen. In den meisten Fällen ist das kein Problem. Wenn jedoch eine Erektionsstörung durch Viagra behandelt werden soll, kann sich der Alkohol negativ auswirken. Alkohol und Viagra haben gegenteilige Wirkungen. Viagra wird eingesetzt, um die Erektion zu verbessern, Alkohol wiederum verschlechtert die Erektionsfähigkeit. Ebenfalls kann die Kombination von Viagra und Alkohol das Auftreten der unerwünschten Nebenwirkungen von Viagra fördern.

Neben Alkohol kann auch fettreiches Essen die Wirkung verschlechtern, weil dadurch Aufnahme des Wirkstoffs im Körper verzögert wird. Aus diesem Grund sollte mindestens zwei Stunden vor der Einnahme von Viagra auf eine fettreiche Mahlzeit verzichtet werden.

Besteht eine Allergie gegen den Wirkstoff Sildenafil sowie eine gleichzeitige Gabe von NO-Donatoren und Nitraten oder eine Retinitis Pigmentosa, darf Viagra nicht eingenommen werden. Bei Fragen in Bezug auf Kontraindikationen sollte vor der Einnahme ein Arzt konsultiert werden.

 

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Zusammenfassung: Mit welchen Fragen kommen Patienten in die Apotheke? Und welche Antworten sollten Apotheker bereit haben? Heute geht es um einen älteren Mann mit Erektionsstörungen. Cialis gebe es jetzt auch in günstig habe er gehört. Ob das besser wirke bei Impotenz als Sildenafil? 

Die Zeiten, in denen Apotheker die augenscheinliche Packung von Viagra bereits hinten in der Apotheke in die Tüte gepackt haben und die Herren die leuchtend-blauen Rautenpillen stets mit Bargeld beglichen, sind passé. Erektile Dysfunktion (ED) ist nun vielleicht nicht gerade gesellschaftsfähig geworden, doch hat das männliche Problem, Viagra zu kaufen, von seinem Stigma verloren. Die Patienten mit Privatrezepten über Viagra oder Sildenafil-Generika, Cialis (Cialis rezeptfrei kaufen) und Levitra gehen selbstbewusster mit ihrem Problem um – und schielen nicht mehr nur verstohlen nach dem Ausgang der Apotheke. 

Ist Cialis besser als Sildenafil?

Cialis und Viagra verfolgen mit der Phophodiesterase-5-Hemmung die gleichen Wirkprinzipien, es ist von einer vergleichbaren Wirksamkeit auszugehen. Dennoch unterscheiden sich die einzelnen Wirkstoffe Tadalafil und Sildenafil, und zwar hauptsächlich in der Pharmakokinetik. Viagra und Cialis unterschieden sich in der Dauer ihrer Wirkung, und sie unterscheiden sich, wann nach der Einnahme die Wirkung einsetzt.

Die „Erfolgsraten“, sprich ein beendeter Koitus, sind bei allen PDE-5-Hemmern gleich. Sie liegen bei jeweils maximaler Dosierung zwischen 70 und 75 Prozent.

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Wann wirkt Sildenafil, wann wirkt Tadalafil?

Sildenafil erreicht maximale Plasmaspiegel – und zu diesem Punkt ist die Erektion am stabilsten – bereits nach einer Stunde. Das berücksichtigt auch die Einnahmeempfehlung: Sildenafil soll eine Stunde vor Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Tadalafil benötigt für maximale Plasmakonzentrationen die doppelte Zeit. Allerdings setzt wohl eine ausreichende Wirkung deutlich vorher ein: Die Fachinformation empfiehlt die Einnahme 30 Minuten vor Geschlechtsverkehr.

Wie lange wirkt Sildenafil, wie lange wirkt Tadalafil?

Tadalafil hat nicht von ungefähr den Spitznamen „Wochenend-Pille“. Die lange Wirkdauer von Cialis – die Halbwertszeit liegt bei 17,5 Stunden – wurde durchaus positiv vermarktet, und fraglos bringt ein erweitertes Zeitfenster, in dem Geschlechtsverkehr möglich ist, Vorteile. Man überlege nur: Eine Tablette Viagra à 15 Euro – und dann hat die Frau Migräne. Cialis wirkt bei vielen Männern somit auch noch ein bis zwei Tage nach der Einnahme. Die Wirkdauer liegt im Durchschnitt bei 18-36 Stunden, während die Wirkdauer von Sildenafil mit vier bis sechs Stunden deutlich kürzer ist.

Hat Cialis mehr Nebenwirkungen, wenn es länger wirkt?

Die meisten Nebenwirkungen sind gleich. Tadalafil in Cialis ist sogar selektiver für seine Zielstruktur. So müssen Männer bei Tadalafil-Präparaten – in gleichem Umfang wie bei Sildenafil auch – mit häufigen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gesichtsröte, verstopfte Nase und Sodbrennen rechnen. Jedoch stört, im Gegensatz zu Sildenafil, Tadalafil das Farbsehen weniger. Allerdings berichteten Patienten unter Tadalafil-Einnahme häufiger über Rücken- und Muskelschmerzen.

Sind Tadalafil-Generika günstiger im Vergleich zu Cialis?

Als Pfizer 1998 für den ersten Phosphodiesterase-5-Hemmer Sildenafil in Viagra die Zulassung erhielt, war das in der Tat noch ein teurer Spaß. Für vier Tabletten Viagra 100mg bezahlten die Patienten etwa 60 Euro. Derzeit liegt der Preis von Pfizers Viagra in einer Stärke von 100mg bei 72,98 Euro. Mit dem Fallen des Patentschutzes begann 2013 der generische Boom im Erektionsstörungsmarkt. Heute bieten generische Pharmahersteller die Potenzpille bereits für einen Bruchteil dieses Preises an.

Wirkt das dann überhaupt, Cialis mit nur 5 mg?

Dies ist eine oftgestellte Frage. Wenn die übliche Dosis bei 20mg läge, wie könnten dann 5mg Tadalafil ausreichen? Studien haben gezeigt, dass Tadalafil in der täglichen Dosierung von 5mg gleich wirksam sei wie die einmalige Einnahme einer 20mg Tablette Cialis. Bis diese volle Wirksamkeit allerdings eintritt, vergehen etwa fünf Tage. Erst dann seien gleichmäßige Wirkstoffkonzentrationen im Blut erreicht, die ausreichten, um auch spontan Sex zu haben.

Kann man Cialis 5 mg teilen?

Lilly bietet Cialis in einer Stärke von 2,5 mg derzeit nicht in Deutschland an. Die geringste Stärke des Originalpräparates enthält 5 mg Tadalafil, allerdings dürfen Patienten die Tablette nicht teilen. Bezüglich der Teilbarkeit sieht es bei den neuen generischen Potenzmittel mit Cialis derzeit nicht besser aus.  

Wieviel mg Tadalafil entsprechen 100 mg Sildenafil?

Die längere Wirkdauer scheint Männer mit Erektionsproblemen zu überzeugen. „Dann nehm ich jetzt Cialis anstatt Viagra" Doch kann man die beiden Potenzmittel 1 zu 1 ersetzen? Es gibt derzeit keine Empfehlungen für Äquivalenzdosen bei der Umstellung der Wirkstoffe Sildenafil auf Tadalafil. Die Fachinformation zu Tadalafil empfiehlt, die Therapie der erektilen Dysfunktion mit der kleinsten Dosierung, somit Tadalafil 10mg, zu beginnen und bei Bedarf die Dosis zu erhöhen.

 

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Von unseriösen Potenzmitteln

Potenzmittel sind nicht nur eine Hilfe für Männer mit Erektionsproblemen, sind nicht nur eine Medikamentengruppe – sondern auch ein großer Umsatzbringer. So hat Pfizer seit der Markteinführung von Viagra 1998 über 3 Milliarden blaue Potenzpillen verkauft.

Viele Männer die etwas gegen erektile Dysfunktion tun wollen, stehen irgendwann vor der Frage, ob sie Potenzmittel kaufen sollen und wenn ja, wo. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter für Potenzmittel, doch schwarze Schafe treiben sich überall rum.

Ob im Preis oder der Wirkung, oft werden Wunderdinge versprochen die bei genauerem Hinsehen gar nicht eingehalten werden können. Ciavil zum Beispiel setzt bewusst auf die Nähe zu Cialis, hat mit dem erfolgreichen PDE-5-Hemmer jedoch nichts zu tun.

Es gibt natürliche Potenzmittel welche aus Pflanzen und nicht pharmakologisch oder synthetisch herstellten Produkten stammen. Diese sogenannten natürlichen Potenzmittel welche man selbstverständlich (meistens im Internet) kaufen kann sind leider medizinisch gesehen wirkungslos. Dies bestätigen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen. Natürliche Potenzmittel enthalten Wirkstoffe, wie Koffein, Ginseng und vieles mehr.

Bei einer echten Erektionsstörung werden Ihnen natürliche Potenzmittel nicht weiterhelfen. Egal was die Hersteller versprechen. Es ist ein Placebo Effekt welcher aber Personen mit einer echten Erkrankung, einer erektilen Dysfunktion niemals helfen wird. Zudem ist es sogar möglich, dass es als natürliches Potenzmittel verkauft wird und dann jedoch Wirkstoffe wie Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil enthalten. Das sind die gefährlichen natürlichen Potenzmittel, welche nicht mehr natürlich sind. Denn hier wird die Dosierung nicht angegeben und der Konsument weiß nicht was er schluckt.

Ein anderes Beispiel: Hammer of Thor. In der Produktbeschreibung können Sie nachlesen:

"Im Laufe der letzten fünf Jahre bleibt norwegische Zusammensetzung das beste Mittel für die Lösung von Schlafzimmerproblemen. Das ist ein sicheres Mittel, dessen Effektivität von Tausenden der dankbaren Männer jedes Alters bestätigt wird. „Hammer of Thor“ ist eine Möglichkeit Ihre Männerkraft wesentlich zu stärken, den Geschlechtsakt zu verlängern, neue unwahrscheinlich Gefühle beim Orgasmus zu erleben. Und das Wichtigste – die Wirkung des Mittels kräftigt sich bei ständiger Einnahme, Ihr Organismus stellt selbstständig die Herstellung vom Testosteron-Hormone ein und die Potenzprobleme verschwinden."

Lassen Sie einfach die Finger von solchen rezeptfreien natürlichen Potenzmittel welche im Internet verkauft werden. Sie verlieren im besten Fall Ihr Geld und im schlimmsten Fall Ihre Gesundheit.


Ist es erlaubt Viagra online zu verkaufen? Teil 3

In Großbritannien darf seit kurzem Viagra 50mg rezeptfrei gekauft werden. Wird das jetzt auch in Deutschland erlaubt sein?

Wenn überhaupt, wäre es nur erlaubt, diese Stoffe aus EU-Apotheken zu beziehen. Denn deutsche Versandapotheken würden nach einem Rezept fragen müssen. Und hierfür reicht ein ausländisches nicht mehr aus.

Der Versand könnte zunächst möglicherweise nicht mit britischem Recht vereinbar sein. Denn die Arzneimittelbehörde (MHRA) hat zwar die Rezeptpflicht für das Präparat aufgehoben. Doch auch in England, Schottland, Nordirland und Wales gibt es Viagra 50mg von Pfizer nur für Käufer, die mindestens 18 Jahre alt sind und vom Apotheker beraten werden. So etwas ist beim Online-Versand eigentlich nicht möglich. Genaueres lässt sich dazu aber nicht sagen.

Ungeachtet der Problematik ist es aber dann legal, dieses Medikament nach Deutschland zu bestellen. Denn das deutsche AMG fordert lediglich, dass das Medikament hierzulande zugelassen oder registriert ist. Dass es auch nur mit Rezept von der ausländischen Apotheke eingeführt werden darf, sagt das Recht nicht.

Darf ich Viagra onine kaufen?

Ändert sich etwas durch den EU-Austritt GB?

Ja. Denn dann gilt grundsätzlich wieder das Verbringungsverbot, § 73 AMG. Sofern England dann nach den Brexit – Verhandlungen nicht zum EWR-Wirtschaftsraum zählen wird, wird es als „Drittstaat“ behandelt. Medikamente aus Drittstaaten dürfen aber nicht einfach in die EU eingeführt werden. Dann muss nach § 73 Abs. 1 S. 2 AMG grundsätzlich eine Erlaubnis der zuständigen Behörde gemäß § 72 AMG vorliegen. Dies bedeutet grundsätzlich, dass ein Endverbraucher über das Internet keine Arzneimittel aus Drittstaaten beziehen darf, da eine Erlaubnis nach § 72 AMG nicht vorliegen wird. Auch kommt dann keine der Ausnahmevorschriften des § 73 AMG in Betracht. Daher ist dann der Bezug von Viagra aus England dann verboten.

Wer dann – auch wenn es nur kleine Mengen für den Eigenbedarf sind – Arzneimittel aus Drittstaaten bestellt und diese so in die Bundesrepublik einführt, begeht eine Ordnungswidrigkeit gem. § 97 Abs. 2 Nr. 8 AMG, welche mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 € geahndet werden kann. Als Nebenfolge werden die verbotswidrig eingeführten Arzneimittel eingezogen und vernichtet.

Außerdem kann im Einzelfall auch eine Steuerhinterziehung gem. § 370 Abs. 1 AO einschlägig sein, denn beim Warenimport werden u.U. Einfuhrabgaben (Zölle und Einfuhrumsatzsteuer) fällig. Dies hängt maßgeblich vom Warenwert ab, nach dem diese Abgaben berechnet werden. Eine zollfreie Einfuhr ist bis zu einem Warenwert von 150,- € möglich, die Wertgrenze für die Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer liegt bei 22,- €. Wer demzufolge keine Angaben bezüglich des Warenwertes (Alternative 2) oder falsche bzw. unvollständige Angaben macht (Alternative 1) und somit Steuern verkürzt, d.h. dass diese nicht, nicht in voller Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt werden, oder für sich oder einen anderen einen nicht gerechtfertigten Steuervorteil erlangt, macht sich wegen Steuerhinterziehung strafbar. Eine Steuerhinterziehung kann mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

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Ist es erlaubt Viagra online zu verkaufen? Teil 2

Der Online-Versand von rezeptfreien sowie rezeptpflichtigen Medikamenten ist in allen europäischen Staaten auf staatlicher Ebene geregelt, so dass sich die geltenden Bestimmungen von EU-Land zu EU-Land stark unterscheiden können.

In Deutschland ist der Versand von rezeptpflichtigen Mitteln nur legal, wenn Patienten der Versandapotheke ein gültiges Rezept von einem Arzt vorlegen können. Denn Apotheken dürfen nach § 48 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über den Verkehr mit Arzneimitteln (AMG) bestimmte Arzneimittel nur bei Vorliegen einer ärztlichen Verschreibung abgegeben werden.

Medikamente ohne Rezept bestellen

Es bedarf also eines Arztrezeptes. Die Frage ist, ob hier ein Online-Rezept eines Arztes den tatsächlichen Besuch in der Praxis ersetzen kann:

In Deutschland gilt hier: Nein! Trotz des eHealth-Gesetzes, das u.a. Videosprechstunden in Grenzen erlaubt, können Rezepte nicht über einen Online-Fragebogen ausgestellt werden. Auch die reine Online-Behandlung ist in Deutschland verboten. Denn hier dürfen Ärzte laut § 7 Abs. 4 der (Muster-)Berufsordnung eine Diagnose nicht ausschließlich über Print- oder Kommunikationsmedien stellen. So ist die Videosprechstunde ist aber bislang streng begrenzt auf wenige Anwendungsfelder wie zum Beispiel die Kontrolle von Wunden. Zudem ist eine Fernbehandlung nur zugelassen, wenn Arzt und Patient sich bereits persönlich kennen und der Arzt den Patienten bereits in der Praxis untersucht hat. In Deutschland zugelassene Ärzte würden mit dem Geschäftsmodell von Versandapotheken wie DrEd gegen ihre Berufsordnung verstoßen.

In Großbritannien und den Niederlanden darf auch eine Erstbehandlung online durchgeführt werden. Gerade in den Vereinigten Königreichen ist die ärztliche Anamnese über das Internet gängige Praxis. Patienten können dort rezeptpflichtige Medikamente ohne bereits vorliegendes Rezept online bestellen. Bevor eine solche Bestellung jedoch ausgeführt werden kann, muss ein Arzt den Gesundheitszustand des Patienten aufnehmen und eine Beurteilung treffen, ob das rezeptpflichtige Medikament geeignet ist und bedenkenlos an den Patienten versendet werden kann. Dies geschieht meist durch die Beantwortung spezifischer Fragen vor der Bestellung, kann in einzelnen Fällen aber auch über Videokonsultationen o.Ä. stattfinden. Telemedizinische Angebote wie Online Kliniken, welche auf Basis einer Online Sprechstunde funktionieren, sind jedoch in Ihrem Handelsspektrum eingeschränkt. So kann längst nicht jedes Krankheitsbild sinnvoll und angemessen behandelt werden. Gängige behandelte Krankheitsbilder und verschriebene Medikamente ist aber insbesondere Viagra.

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Trotzdem online ein Rezept bekommen

Und EU-Bürger genießen darüber hinaus ein entscheidendes Recht. Möchte sich ein Patient von einem Arzt im EU-Ausland, fernab seines Heimatsstaates, behandeln – und ein Rezept ausstellen – lassen, so ist ihm dies gestattet (EU-Patientenmobilitätsrichtlinie).

Nun stellt sich aber die zweite Frage: Wo kann man das Rezept einlösen? Zunächst war es hier so, dass ein ärztliches Rezept, welches von einem in der EU zugelassenen Arzt ausgestellt wurde, grundsätzlich in allen Mitgliedsstaaten Gültigkeit besaß. So konnte man auch zur heimischen Apotheke gehen oder es sich in einer deutschen Versandapotheke bestellen. Doch weil die EU-Online-Ärzte und -apotheken dies ausnutzten, gilt nun in Deutschland das Fernverschreibungsverbot in § 48 Abs. 1 Nr. 3 AMG. Demnach dürfen Apotheker in Deutschland Rezepte nur noch akzeptieren, wenn sie sicher sind, dass vorher ein direkter Kontakt zwischen Arzt und Patient stattgefunden hat. Das heißt: Der Apotheker wird zur Kontrollinstanz – er bekommt vom Gesetzgeber die Aufgabe, das Fernverschreibungsverbot umzusetzen. Es besteht also ein Verbot für deutsche (Online-)Apotheken, die Rezepte von DrEd & Co. einzulösen.

Seitdem arbeitet DrEd mit europäischen Versandapotheken zusammen, so dass nunmehr Medikamente statt Rezepten verschickt werden. Doch auch hier darf man nicht von jeder EU-Versandapotheke nach Deutschland bestellen. Nach § 73 AMG unterliegen Arzneimittel aus anderen Ländern grundsätzlich einem gewerblichen Verbringungsverbot nach Deutschland. Danach dürfen Private erst einmal keine Medikamente aus dem Ausland über Online-Apotheken nach Deutschland einführen.

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Für EU-Apotheken und andere Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums gibt es aber Ausnahmen. Die Einfuhr per Versand von in Deutschland zugelassenen Arzneimitteln ist dann zulässig, wenn die EU-/EWR-Apotheken dem deutschen Recht vergleichbare Sicherheitsstandards anwenden, § 73 Abs. 1 Nr. 1a AMG. Hierzu gibt es Liste des Bundesministeriums für Gesundheit, wonach man als „Endverbraucher“ von Apotheken aus folgenden Ländern nach Deutschland bestellen darf:

  • Island
  • den Niederlanden (hier nur, wenn gleichzeitig eine Präsenzapotheke existiert)
  • Schweden (hier nur für verschreibungspflichtige Arzneimittel)
  • Tschechien (hier nur für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel)
  • das Vereinigte Königreich

Nach all dem ist der Dienst in der Form, wie er jetzt betrieben wird, wohl noch legal.


Das Potenzmittel Levitra Professional

Levitra Professional ist eine verbesserte Version von Original Levitra. Der Wirkstoff Vardenafil der in Levitra Professional enthalten ist wird durch die verbesserte Formel schneller vom Körper absorbiert und aufgenommen. Somit hat Levitra Professional eine schnellere Wirkung als das Original von Bayer HealthCare. Die Wirkungszeit beträgt bis zu 12 Stunden, im Vergleich zu Levitra 20mg also in etwa das Doppelte. 

In der Versandapotheke Aponet können Sie Levitra Professional ohne Rezept kaufen.

Anwendung von Vardenafil

Vardenafil wird zur Behandlung von Impotenz (erektiler Dysfunktion) eingesetzt und dient dazu Erektionsstörungen zu verringern. Der Wirkstoff Vardenafil hat keine luststeigernde Wirkung und führt nicht "automatisch" zu einer Erektion, sondern verbessert die Fähigkeit, auf eine sexuelle Erregung mit einer Erektion zu reagieren. Vardenafil wird dazu als Tablette etwa eine halbe bis eine Stunde vor einem beabsichtigten Sex eingenommen. Die Diagnose der Impotenz kann nur von einem Arzt durch Befragung und gründliche körperliche Untersuchung des Patienten gestellt werden. Vor Anwendung des Wirkstoffs müssen der Zustand des Herz-Kreislauf-Systems und der Blutgefäße sorgfältig ärztlich geprüft werden.

Levitra für besseren Sex

Wirkung von Levitra Professional

Vardenafil gehört wie Tadalafil zur Gruppe der Phosphodiesterasehemmer und entfaltet als Mittel gegen erektile Dysfunktion seine Wirkung durch direkte Förderung der Durchblutung im Penis. Die Wirkung von Vardenafil setzt innerhalb eines Zeitraums von 25 Minuten bis maximal einer Stunde nach der Einnahme ein und hält bis zu 12 Stunden an. Durch sehr fettes Essen vor der Einnahme kann die Wirkung des Wirkstoffs verzögert werden. Als Anfangsdosis werden fünf Milligram Vardenafil empfohlen. Die Maximaldosis beträgt 20 Milligram des Wirkstoffs, der höchstens einmal täglich angewendet werden darf. Mehr Informationen zum Ablauf einer Erektion erhalten Sie hier.

Hinweise zur Einnahme

Nehmen Sie eine Tablette Levitra Professional mit etwas Flüssigkeit 30-45 Minuten vor dem Sex ein. Erhöhen Sie auf keinen Fall die Dosierung falls es nicht ausdrücklich von einem Arzt verordnet wurde. Die tägliche Dosierung von Levitra sollte 20mg (1 Tabl. Levitra Professional) nicht überschreiten. Eine Dauererektion könnte die Folge sein, die unter Umständen auch schmerzhaft sein kann.

Das Potenzmittel Levitra Professional rezeptfrei


Viagra online bestellen – wie legal ist das? Teil 1

Zusammenfassung: Der Handel mit Viagra im Netz durch Versandapotheken boomt ungebrochen. Aber ist es überhaupt legal, Medikamente wie Cialis oder Viagra online zu bestellen? Wie sieht die Praxis aus, per Ferndiagnose ein Online-Rezept von einem britischen Arzt zu bekommen? Und kann ich sogar Viagra in kleinen Mengen ohne Rezept aus Großbritannien bestellen? In einer mehrteiligen Serien gehen wir auf die wichtigsten rechtlichen Fragen ein. 

Online-Bestellung in der Praxis

Anbieter von Online-Sprechstunden haben eine Marktlücke entdeckt und wenden sich von Großbritannien aus auch an den deutschen Markt. Viele Online Apotheken arbeiten mit britischen  Ärzten und Versandapotheken zusammen und liefern auch Viagra, Cialis oder Levitra nach Deutschland, die es hier eigentlich nur nach einem Arztbesuch und mit Rezept gibt.

So gehen die Onlineapotheken meist vor:

  1. Der Patient wählt das Medikament inklusive Dosierung und Packungsgröße, damit die Online-Konsultation beginnen kann.
  2. Der Patient füllt einen medizinischen Fragebogen aus. Der Online-Fragebogen wird von einem nur in England zugelassenen (ggf. aber deutschsprachigen) Arzt ausgewertet. Dieser zieht daraus wichtige Informationen zu den vorliegenden Beschwerden und der allgemeinen Gesundheit des Patienten, Vorerkrankungen des Patienten.
  3. Wenn der Arzt den medizinischen Fragebogen überprüft hat und feststellt, dass die Indikationen zum Rezept passen, stellt er das nötige Rezept aus. Er leitet es anschließend an die EU-Online-Apotheke weiter, welche sofort die Arznei versendet.
  4. Die Lieferung erfolgt am nächsten Tag per Expressversand. Das Medikament wird in einer diskreten Versandverpackung geliefert.

Im nächsten Teil der Reihe gehen wir auf die gesetzliche Regelung ein, wenn Viagra und Co. online gekauft werden.


Die 5 besten Potenzmittel weltweit

Zusammenfassung: Immer wieder stellen sich Männer mit Erektionsproblemen die Frage: Welches ist das beste Potenzmittel? Individuell das festzustellen ist unseriös, aber wir können Ihnen sagen, welche Potenzmittel weltweit am besten überzeugen und wie die Erfahrungen betroffener Männer sind – die Top 5 Potenzmittel der Welt.

1998 war Viagra von Pfizer das erste und einzigste Potenzmittel wetlweit. 2002 zog Lilly mit Cialis und 2003 Bayer mit Levitra nach. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Original Potenzmitteln und generischen Varianten – als Potenzpille, Soft Tabs oder Oral Jelly. Den Überblick zu behalten ist nicht ganz einfach, gerade für Männer die sich neu mit dem Thema Potenzmittel/PDE-5-Hemmer auseinander setzen müssen.

Wichtig: Es gibt nicht DAS beste Potenzmittel! Wie jedes andere Medikament auch, wirkt ein Potenzmittel von Mann zu Mann verschieden. bei dem einen wirkt Viagra zuverlässig und effektiv, beim nächsten tut Cialis die erhoffte Wirkung. Auch sind Potenzmittel nicht immer die richtige Wahl bei der Behandlung von Erektionsstörungen. Es gilt also von Fall zu Fall individuell herauszufinden, welches Potenzmittel genau für Sie das BESTE ist.

Weltweit sind Millionen Männer auf die Einnahme von Viagra und Co. angewiesen. Verkaufsstatistiken, Erfahrungsberichte, Studien – es gibt eine Vielzahl an Informationen die ein Gesamtbild ergeben welches Potenzmittel überzeugt und beliebt ist. Auf dieser Grundlage haben wir eine Liste der 5 besten Potenzmittel erstellt.

Die Top 5 Potenzmittel

  • Viagra Original – wie langweilig werden viele sagen. Doch nach wie vor ist das Original von Pfizer das zuverlässigste und effektivste Potenzmittel. Mit einer Erfolgsquote von 92% liegt es vor allen anderen PDE-5-Hemmern und ist nach wie vor das am meist verkaufte Potenzmittel.
  • Cialis Soft Tabs – die Soft Tabs von Cialis vereinen schnelle und lange Wirkung in einem. Besonders beliebt sind die Kautabltten, wiel sie unauffällig eingenommen werden können. Zudem können die Cialis Soft Tabs preisgünstig gekauft werden und sind damit für eine Vielzahl von Männern bezahlbar.
  • Viagra Super Active – Viagra Original, nur schneller. Männer mit ED die spontan Sex haben möchten, klagen über die lange Vorlaufzeit von Viagra mit bis zu 45 Minuten. Seitdem die Super Active auf dem Markt sind, kann Viagra auch hier punkten. Schon nach ca. 15 Minuten geginnt die Wirkung von Viagra Super Active.
  • Levitra Original – das deutsche Potenzmittel vom deutschen Hersteller. Levitra hat einen sehr guten Namen und steht für Qualität. Bei einer Erfolgsquote von 90% besticht es vor allem aufgrund der geringeren Nebenwirkungen im Vergleich zu Viagra. Vor allem in Deutschland ist das Original Levitra eine harte Konkurrenz zur blauen Wunderpille von Pfizer.
  • Kamagra Oral Jelly – mit dem generischen Potenzmittel (mit dem Viagra-Wirkstoff Sildenafil) werden zuverlässige Wirkung und gute Verträglichkeit vereint. Das Original von Viagra hat z.T. erhebliche Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Augendruck oder Schwindel. Mit dem Kamagra Oral Jellys sind die Nebenwirkungen vergleichsweise gering, sie überzeugen durch eine schnelle Wirkung und eine angenehme Einnahme-Form als Gel-Kapsel in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

 

Fazit: Welches Potenzmittel individuell für Sie am besten ist, kann man nicht sagen. Aus den unzähligen Erfahrungen und Studien lassen sich jedoch Rückschlüsse zu, die wir in unserer Liste der Top-5 zusammengefasst haben. Natürlich haben viele Männer mit anderen Potenzmitteln auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Sollten Sie noch nicht sicher sein – dann testen Sie die verschiedenen PDE-5-Hemmer.


GKK müssen ärztliche Behandlung von ED bezahlen

Zusammenfassung: Immer wieder gibt es Unklarheiten welche Kosten bei Impotenz/Erektionsstörungen übernommen werden. Im folgenden Artikel klären wir auf, welche Kosten durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen werden.

Immer wieder erhalten wir von Männer die wegen der Behandlung von ED (erektile Dysfunktion) sind Berichte, dass sie für Behandlung und Diagnose bis zu mehrere hundert Euro privat dazu bezahlen müssen. Um es klar zu sagen: Das ist NICHT zulässig, da es sich hierbei um eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) handelt.

Was im Volksmund als Impotenz genannt wird, bezeichnet der Mediziner als erektile Dysfunktion (ED). Es besteht kein Zweifel darüber, dass Erektionsstörungen unabhängig von Ursache und Alter eine Krankheit ist. Nach dem Sozialgesetzbuch V (SGB V)  hat der Betroffene einen Rechtsanspruch auf Behandlung einschließlich einer Diagnose durch den Arzt. Bei der Behandlung von Impotenz gehören dazu z.B. Blutabnahmen zur Bestimmung von Testosteron u.a., der Schwellkörper-Injektionstest SKIT einschließlich Spritze und Medikament, Vakuum-Erektionshilfen, Duplex-/Doppler-Sonographie, Testosteron-Ersatz-Therapie, psychotherapeutische Behandlung, Schwellkörper-Implantate und/oder operativen Eingriffen. Dies wurde auch vom Patientenbeauftragten der Bundesregierung bestätigt. 

Kosten der Diagnose und Behandlung von erektiler Dysfunktion

Des weiteren hat das Bundessozialgericht in einem Grundsatzurteil (Aktenzeichen B 8 KN 9/98 KR R) festgestellt, dass bei Erektionsstörungen nur durch eine entsprechende gesetzliche Regelung die Behandlung und Verschreibung von Medikamenten aus dem "Leistungskatalog" der GKV ausgeschlossen werden darf. In der Folge wurde bei der Gesundheitsreform 2004 (GMG) nur die Verschreibung von PDE-5-Hemmern gegen ED gesetzlich untersagt. Behandlung und Diagnose der erektilen Dysfunktion sind auch nach der Gesundheitsreform 2007 (GKV-WSG) weiterhin Leistung der gesetzlichen Krankenkasse.

Es gibt eine ganze Reihe von rechtlichen Bestimmungen die regeln, welche Leistungen GKV und Kassenärzte übernehmen müssen. Dazu gehören neben dem SGB V u.a. die Bundesmantelverträge der Ärzte, der einheitliche Bewertungsmaßstab und die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Bundesweit gibt es kein einziges Urteil, nach der die Behandlung, die Beratung, die Untersuchung, die Diagnostik etc. bei ED ausgeschlossen oder verboten sind. Es ist deshalb keinem Kassenarzt gegenüber dem Patienten erlaubt zu behaupten, dass die GKV diese Leistungen nicht bezahlt – und damit dürfen sie keine private Bezahlung verlangen.

Jeder Arzt der die Beratung, Behandlung und Diagnostik bei erektiler Dysfunktion ablehnt, nur weil sie nicht mehr Leistung der GKV, befindet sich in einem Irrtum.