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Video: Ablauf der Erektion

 

Zusammenfassung: Die Erektion ist ein komplexer Vorgang, eine Ineinanderreihung mehrerer einzelner Abläufe – und demensprechend Anfällig für Störungen. In diesem Video wird der Ablauf einer Erektion erklärt und dem Zuschauer näher gebracht, dass Erektionsprobleme Ursachen haben, Ursachen, die man im besten Fall erfolgreich behandeln kann.

Allgemein sagt man ja häufig, Männer seien einfach gestrickt, vor allem wenn es um das Thema Sex und Erotik geht. Die Erektion widerspricht dem, denn sie ist ein komplexer Vorgang, der an vielen Stellen gestört werden kann. Über die Ursachen und Risiken können Sie hier (Ursachen von Erektionsstörungen) mehr erfahren. Das Video wird Ihnen helfen zu verstehen, warum es wichtig ist die genauen Ursachen der Potenzstörungen zu erfahren und ein Gefühl für die Komplexität des Vorgangs zu haben.


Übersicht der Potenzmittel

Es gibt viele Potenzmittel auf dem Markt und leicht verliert man(n) den Überblick dabei. Zur besseren Übersicht haben wir für Sie eine Tabelle der wichtigsten Potenzmittel zusammengestellt. Dabei sind Viagra, Cialis, Cialis once a Day, Levitra, Levitra als Schmelztablette und Spedra. Die Tabelle ist bewusst sehr einfach gehalten, aber für einen schnellen Überblick ist sie trotzdem sehr hilfreich!

Von der Reaktionszeit über die Wirkdauer bis hin zu Vor- und Nachteilen sowie den Nebenwirkungen können Sie schnell und präzise Informationen zu den bekanntesten Potenzmitteln erhalten und bekommen Hilfe bei der erfolgreichen Behandlung von Impotenz und erektiler Dysfunktion.

Die wichtigsten Potenzmittel in der Übersicht


Was tun wenn die Erektion nicht weggeht?

Männer die unter Erektionsproblemen leiden haben eine große Hoffnung – einen steifen, eregierten Penis beim Sex zu haben. Immer häufiger erhalten wir jedoch E-Mails zum Thema „Hilfe mein Penis bleibt steif!“.

Dieses Phenomen tritt immer öfter auf. Ein häufiger Grund dafür ist die Mehreinnahme von Potenzmittel und es sei noch mal darauf hingewiesen, dass die Dosierungsangaben bei der Einnahme von Potenzmitteln unbedingt eingehalten werden müssen. Bitte beachten Sie, dass es je nach Potenzmittel, bis zu einer Stunde dauern kann bis sich die gewünschte Wirkung einstellt. Sie sollten also nicht nach 10 Minuten gleich noch eine Tablette nehmen!

Wie erkennen Sie eine normale Wirkung nach dem Sex? Nach dem Geschlechtsverkehr sollte der Penis gleich wieder schlaff werden. Das es nach kurzer Zeit direkt nochmal zu einer Erektion (steifem Glied) kommen kann, ist dabei durchaus normal. Der Penis sollte aber direkt nach dem Orgasmus auf jeden Fall erstmal wieder schlaff werden. Ist dies nicht der Fall und der Penis bleibt steif, auch über mehrere Minuten hinweg, ohne dass eine sexuelle Stimulation stattfindet, liegt eine Dauererektion (Priapismus) vor. Dieser Zustand kann gefährlich werden, da der Penis sich nach einer gewissen Zeit verfärbt und auch absterben kann. Es kann auch zu einer Beschädigungen des Schwellkörpers und damit zu Missbildungen kommen.

Was können Sie als Sofortmaßnahme machen? Als erstes sollten Sie sofort kaltes Wasser über den Penis laufen lassen, evt. auch vorsichtig mit Eis kühlen. Eine komplett kalte Dusche kann ebenso helfen, weil dadurch das Blut abgekühlt wird und die Erektion im Normalfall zurückgeht. Sollte das nicht helfen, greifen Sie bitte sofort zum Telefon und rufen den Notarzt. Das ist sicherlich nicht angenehm, aber medizinisch unumgänglich.


Risikofaktoren für Erektionsprobleme

Die folgenden Risikofaktoren können das Auftreten von Erektionsstörungen begünstigen:

  • Diabetes mellitus
  • Koronare Herzkrankheit/Angina pectoris
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Atherosklerose
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Schlafapnoe
  • Alkoholmissbrauch
  • Drogenkonsum

Des Weiteren können diverse Medikamente als Ursache für Erektionsprobleme in Betracht, u.a.:

  • Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck: β-Blocker, Diuretika, ACE-Hemmer
  • Digitoxin
  • Lipidsenker
  • Antidepressiva
  • Neuroleptika (z.B. bei Schizophrenie)
  • Mittel gegen Prostatahyperplasie und Blasenschwäche
  • Schmerzmittel

Erektionsprobleme als Warnung

Erektionsprobleme treten häufig zusammen mit anderen Krankheiten auf. In den letzten 10 Jahren haben entsprechende Untersuchungen gezeigt, dass ein Erektionsverlust nicht nur eine Spätfolge von anderen Krankheiten sein kann, sondern oft auch als erstes Symptom dieser Erkrankungen auftreten.

  • Bei fast 70% aller Männer ist die ED ein erstes Anzeichen einer koronaren Herzerkrankung. Bei jüngeren Männern (40 – 50 Jahre) ist dieser Zusammenhang besonders stark zu beobachten.
  • Die Erektionsprobleme treten oft 2 – 3 Jahre vor anderen Symptomen (z.B. Brustschmerzen, besonders bei körperlicher oder seelischer Belastung) und bis zu 5 Jahre vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Wenn Sie diese Zeit für eine konsequente Senkung der Risikofaktoren genutzt wird, dann kann das Fortschreiten der Herzerkrankung verlangsamt oder sogar gestoppt werden.
  • Bei rund 40% der Männer mit Erektionsstörungen, bei denen eine Durchblutungsstörung des Penis diagnostiziert wird, wird auch eine Verengung der Herzkranzgefäße entdeckt.
  • Bei 10 bis 15% der Männer mit anhaltenden Erektionsstörungen wird ein bis dahin unerkannter Diabetes Typ 2 oder eine Vorstufe davon (erhöhter Nüchtern-Blutzucker) festgestellt.
  • Die erektile Dysfunktion kann viele Ursachen und Begleiterkrankungen haben. Für fast alle diese Krankheiten können die Erektionsprobleme ein erstes Symptom sein. Das gilt vor allem für häufig vorkommende Krankheiten wie beispiels­weise Bluthochdruck, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Hormonstörungen, Fettstoffwechselstörungen und Schlafapnoe.

Wenn Sie anhaltende Erektionsstörungen haben, kann dies ein erstes Anzeichen einer gefährlichen Krankheit sein. Da man eine Krankheit umso erfolgreicher behandeln kann, je früher sie erkannt wird, kann eine frühzeitige Klärung der Ursachen von Potenzproblemen wesentlich zum Erhalt der Gesundheit und Lebensqualität beitragen. Eine Erektionsstörung ist immer ein Zeichen dafür, dass irgendetwas nicht stimmt, sei es körperlich oder psychisch. Sie sollten daher auf jeden Fall etwas tun! Der erste Schritt ist der Besuch beim Arzt Ihres Vertrauens. Falls der Arzt allerdings nur ein Medikament wie Cialis, Levitra oder Viagra verschreibt, dann sollten Sie sich einen anderen Arzt suchen.


Das Arztgespräch bei Erektionsstörungen

Der Gang zum Arzt ist der erste Schritt, um Erektionsstörungen oder Impotenz erfolgreich zu behandeln. Jedoch ist für viele Männer dieses Gespräch alles andere als einfach und deshalb sollten Sie sich darauf vorbereiten. Doch welche Fragen kommen auf Sie zu? Wir bieten Ihnen einen Selbsttest in Form eines Fragebogens an. Dort beantworten Sie folgende Fragen:

  • Wie zuversichtlich sind Sie, bei sexueller Erregung eine Erektion zu bekommen?
  • Wie häufig ist Ihre Erektion hart genug für eine Penetration?
  • Wie häufig konnten Sie nach der Penetration die Erektion beim Geschlechtsverkehr aufrecht erhalten?
  • Konnten Sie die Erektion bis zum Ende des Geschlechtsverkehrs aufrecht erhalten?
  • Wie oft würden Sie den Geschlechtsverkehr mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner als befriedigend einstufen?

Den ersten Schritt zur Behandlung Ihrer Erektionsstörungen muss von Ihnen kommen: Sprechen Sie mit einem Arzt über Ihre erektile Dysfunktion!

Betroffenen Männern fällt es natürlich schwer, mit einem Fremden, uns sei es der Arzt, über ein solch intimes, oft peinliches Thema zu sprechen. Im Vorhinein können Sie sich Informationen zur erektilen Dysfunktion auch über andere Quellen, z. B. das Internet, eingeholen. Sie werden im Internet, z.B. bei Erektionsverlust.com auch viele nützliche Informationen finden: Doch selbst die beste Internetseite kann den Besuch beim Arzt nicht ersetzen.

Es ist klar, dass dieses Gespräch Ihnen schwer fällt, und doch ist es wichtig, dass Sie Ihre Ängste überwinden und offen mit Ihrem Arzt über Ihre Erektionsstörungen reden. Er wird Ihr Problem auf jeden Fall ernst nehmen und zusammen mit Ihnen entscheiden, welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist. Ihr Arzt hat entsprechende Erfahrungen mit der Behandlung von erektiler Dysfunktion. Und denken Sie daran, Sie sind mit Ihrem Problem nicht allein.

Da jedoch Erektionsstörungen auch ein Hinweis auf andere schwere Erkrankungen seinkönnen , ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig untersuchen lassen.


Erektionsprobleme Selbsttest

Ob Sie Erektionsprobleme haben, können Sie durch einen Selbsttest in Form eines Fragebogens herausfinden. Es gibt dafür den sogenannten IIEF-5-Score (International Index of Erectile Function). Die in diesem Test gestellten Fragen erlauben eine Beurteilung der Erektionsprobleme und damit auch eine Einteilung wie schwer die Potenzprobleme ausfallen.

Der betrachtete Zeitraum umfasst die letzten sechs Monate.

Wie hoch schätzen Sie Ihre Zuversichtlichkeit ein, bei sexueller Stimulation eine Erektion zu bekommen und diese auch aufrecht erhalten zu können?

Sehr niedrig – 1 Punkt

Niedrig – 2 Punkte

Moderat – 3 Punkte

Hoch – 4 Punkte

Sehr hoch – 5 Punkte

 

Wie häufig war Ihre Erektion nach sexueller Stimulation hart genug für eine Penetration?

Fast nie/nie – 1 Punkt

Selten – 2 Punkte

Manchmal – 3 Punkte

Meistens – 4 Punkte

Fast immer/immer – 5 Punkte

Sex als Erektionshilfe

Wie häufig konnten Sie Ihre Erektion beim Sex aufrecht erhalten, nachdem Sie in Ihre Partnerin eingedrungen waren?

Fast nie/nie – 1 Punkt

Selten – 2 Punkte

Manchmal – 3 Punkte

Meistens – 4 Punkte

Fast immer/immer – 5 Punkte

 

Wie schwierig ist es für Sie, Ihre Erektion bis zum Ende des Sex aufrecht zu erhalten?

Extrem schwierig – 1 Punkt

Sehr schwierig – 2 Punkte

Schwierig – 3 Punkte

Sehr wenig – 4 Punkte

Überhaupt nicht schwierig – 5 Punkte

Hilfe gegen Erektionsverlust

Wie oft würden Sie den Sex mit Ihrer Frau/Partnerin als befriedigend einstufen?

Fast nie/nie – 1 Punkt

Selten – 2 Punkte

Manchmal – 3 Punkte

Meistens – 4 Punkte

Fast immer/immer – 5 Punkte

 

Auswertung des Selbstests

Addieren Sie die Punkte hinter den Antwortmöglichkeiten um den Schweregrad der Erektionsstörungen bestimmen zu können. Wichtig ist, dass dieser Selbsttest keine ärztliche Diagnose ersetzt.
25-22 Punkte – keine erektile Dysfunktion
21-17 Punkte – schwache erektile Dysfunktion
16-12 Punkte – schwache bis moderate erektile Dysfunktion
11-8 Punkte – schwache erektile Dysfunktion
7-5 Punkte – schwere erektile Dysfunktion


Häufigste Ursachen für Impotenz

Die Ursachen für Erektionsstörungen können ganz unterschiedlich sein und oft greifen die Faktoren ineinander. In den meisten Fällen treten mehrere Ursachen zusammen auf, weshalb bei einer genauen Ursachenforschung alle Risikofaktoren näher beleutet werden sollten. So gibt es bestimmte Faktoren die ein größeres Risiko darstellen Impotenz zu begünstigen als andere Faktoren. In einer Liste haben wir für Sie die Risikofaktoren nach der Wahrscheinlichkeit zusammengefasst.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen     33 %    
  • Diabetes     25 %  
  • Verletzungen & Nervenerkrankungen            11 %  
  • Operationen am Becken     10 %
  • Nebenwirkungen von Medikamenten       8 %
  • Rauchen & Alkohol       7 %  
  • Hormonelle Störungen       6 %

Der mit Abstand häufigste Grund für erektile Dysfunktion sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Gefäßverkalkungen, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel). Dahinter folgt Diabtes als Krankheitsursache. Die dabei auftretenden hohen Blutzuckerwerte führen zu einer Verdickung der Innenwände der Blutgefäße und in der Folge kann nicht genug Blut in den Schwellkörper fließen.

Bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose können ebenso wie bei Operationen im Beckenbereich die Nervenbahnen beschädigt werden, was dann ebenfalls zu zum Erektionsverlust führen kann.

Nicht zu vernachlässigen als Ursache für Impotenz sind Rauchen und Alkohol. Gerade das Rauchen bewirkt eine Verkalkung der Arterien was zu einer Beeinträchtigung der Durchblutung führt. Mit dem Rauchen aufhören ist also eine Vorbeugungs-Maßnahme um Erektionsprobleme zu vermeiden.

 


Ursachen von Erektionsstörungen

Erektionsstörungen sind für betroffene Männer in den meisten Fällen ein Tabu-Thema und somit besteht oft ein Unwissen über die Erektion und die Probleme die zu Erektionsproblemen führen können. Erst dann können wir begreifen, wie komplex der Vorgang einer Erektion ist und wie viele Angriffspunkte es gibt, die zu Störungen führen können. Schauen wir uns daher zuerst die Erektion an.

Wie schon oben angeführt ist die Entstehung und Aufrechterhaltung der Erektion ein sehr komplexer Vorgang. Viele Einzelvorgänge wirken dabei zusammen und gehen nahtlos ineinander über. Erst so können wir verstehen, was für eine stabile Erektion vonnöten ist und was im Körper vor sich geht.

  1. Sinnliche Reize werden im Gehirn aufgenommen und ausgewertet.
  2. Über das autonome Nervensystem werden Nervenimpulse vom Gehirn an den Penis gesendet.
  3. Neurotransmitter die an den Nervenende freigesetzt werden, lösen eine komplexe biochemische Reaktion aus die die Schwellkörpermuskulatur erschlaffen lassen.
  4. In der erschlafften Schwellkörpermuskulatur entstehen Hohlräume, die nun mit Blut ausgefüllt werden können.
  5. Durch das einströmende Blut vergrößert sich der Penis. Der Schwellkörper ist von einer festen Haut umgeben. Durch die Ausdehnung werden die umgebenden Venen komprimiert und der Blutabfluss stark gedrosselt.
  6. Damit der Penis vollständig versteift, kommt es zu einer Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur und entsteht eine stabile, starke Erektion.

Wir haben den Vorgang der zur Erektion führt in kurzen Stichpunkten zusammengefasst, doch auch so ist zu ersehen, dass der Ablauf an vielen Stellen gestört werden kann. Probleme die zum Erektionsverlust führen, können sowohl körperliche (physische, organische) als auch seelische (psychische) Ursachen haben. Jedoch geht man nach neuesten Untersuchungen davon aus, dass sich die verschiedenen Faktoren die zu Erektionsstörungen führen gegenseitig bedingen und verstärken. In den weitaus meisten Fällen kommt also nicht nur eine Ursache dafür in Frage. Es ist also nicht immer eine klare Unterscheidung möglich, ob nun organische oder psychische Ursachen verantwortlich sind. Ganz im Gegenteil, oft sind körperliche und seelische Ursachen in Betracht zu ziehen.

Gerade in der heutigen Gesellschaft, die Männlichkeit mit Potenz gleichsetzt, ziehen rein organisch bedingte Erektionsprobleme in vielen Fällen auch psychische Probleme nach sich. Es kommt zur Minderung des Selbstwertgefühls, zu Versagensängsten, fehlender Lust auf Sex oder gar Depressionen. Der Kopf spielt dann eine große Rolle und die Erektionsstörungen verstärken sich. Es kommt zu einem Teufelskreislauf, aus dem sich scheinbar kein Ausweg findet. Beim Sex kommt es zu einer intensiven Selbstbeobachtung und wenn Probleme auftreten, kommen Stress und Angst hinzu – und die Erektionsstörungen treten verstärkt auf.

Nur eine genaue Diagnose durch einen Facharzt kann klären welche Ursachen in Betracht kommen und sollte sowohl körperliche als auch seelische Ursachen nicht aus dem Blick verlieren. In einer kleinen Reihe werden wir zukünftig detaillierter auf psychische und physische Ursachen eingehen um betroffenden Männern umfassende Informationen und Anhaltspunkte bieten zu können.