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Erektionsprobleme als Warnung

Erektionsprobleme treten häufig zusammen mit anderen Krankheiten auf. In den letzten 10 Jahren haben entsprechende Untersuchungen gezeigt, dass ein Erektionsverlust nicht nur eine Spätfolge von anderen Krankheiten sein kann, sondern oft auch als erstes Symptom dieser Erkrankungen auftreten.

  • Bei fast 70% aller Männer ist die ED ein erstes Anzeichen einer koronaren Herzerkrankung. Bei jüngeren Männern (40 – 50 Jahre) ist dieser Zusammenhang besonders stark zu beobachten.
  • Die Erektionsprobleme treten oft 2 – 3 Jahre vor anderen Symptomen (z.B. Brustschmerzen, besonders bei körperlicher oder seelischer Belastung) und bis zu 5 Jahre vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Wenn Sie diese Zeit für eine konsequente Senkung der Risikofaktoren genutzt wird, dann kann das Fortschreiten der Herzerkrankung verlangsamt oder sogar gestoppt werden.
  • Bei rund 40% der Männer mit Erektionsstörungen, bei denen eine Durchblutungsstörung des Penis diagnostiziert wird, wird auch eine Verengung der Herzkranzgefäße entdeckt.
  • Bei 10 bis 15% der Männer mit anhaltenden Erektionsstörungen wird ein bis dahin unerkannter Diabetes Typ 2 oder eine Vorstufe davon (erhöhter Nüchtern-Blutzucker) festgestellt.
  • Die erektile Dysfunktion kann viele Ursachen und Begleiterkrankungen haben. Für fast alle diese Krankheiten können die Erektionsprobleme ein erstes Symptom sein. Das gilt vor allem für häufig vorkommende Krankheiten wie beispiels­weise Bluthochdruck, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Hormonstörungen, Fettstoffwechselstörungen und Schlafapnoe.

Wenn Sie anhaltende Erektionsstörungen haben, kann dies ein erstes Anzeichen einer gefährlichen Krankheit sein. Da man eine Krankheit umso erfolgreicher behandeln kann, je früher sie erkannt wird, kann eine frühzeitige Klärung der Ursachen von Potenzproblemen wesentlich zum Erhalt der Gesundheit und Lebensqualität beitragen. Eine Erektionsstörung ist immer ein Zeichen dafür, dass irgendetwas nicht stimmt, sei es körperlich oder psychisch. Sie sollten daher auf jeden Fall etwas tun! Der erste Schritt ist der Besuch beim Arzt Ihres Vertrauens. Falls der Arzt allerdings nur ein Medikament wie Cialis, Levitra oder Viagra verschreibt, dann sollten Sie sich einen anderen Arzt suchen.